Die MLPD und die „Klimaskeptiker“

Hannes Hohn

Recherchen auf linken Websites zum Thema Klima und Energie bringen wenig bis nichts Substanzielles, nur Meinungen, kaum Fakten oder gar wissenschaftliche Darlegungen. Auf der Homepage der Marxistisch-leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) ist es genauso, doch immerhin kann man diesen Vorkämpfern für den „echten Sozialismus“ in den Fußstapfen Stalins eine gewisse Begabung für unfreiwillige Komik nicht absprechen.

Im Artikel „Wer sind die Klimaskeptiker“? beantwortet ein Korrespondent aus Erfurt diese von ihm selbst gestellte Frage. Dass er dazu geradezu prädestiniert ist, geht schon daraus hervor, dass er nur per Zufall entdeckte, dass es außer den schrillen Lautsprechern des Klima-Katastrophismus auch noch andere Stimmen gibt. „So geriet ich auf die Internetseiten der „Klimaskeptiker“ und staunte nicht schlecht über deren Aktivitäten.“

Als unser MLPD-Klimaexperte nun also auf einige Internetseiten „geriet“, hätte ihm ja auffallen können, dass die „Kritiker“ selbst sich nie als „Klimaskeptiker“ bezeichnen, da sie natürlich weder das Klima noch den Wandel des Klimas anzweifeln. Dass also schon das Attribut „Klimaskeptiker“ höchst abwertend und unsinnig ist, ist unserem marxistisch-leninistischen Fachmann leider entgangen.

Doch unbeeindruckt von derlei Nebensächlichkeiten tapst unser Erklärbär gleich auf das Wesentliche zu: „Treibhauseffekt? – Gibt es nicht!“. Mit diesem Fundamentalsatz glaubt er, die Position „der Skeptiker“ allumfassend beschrieben zu haben. Nun gibt es tatsächlich einen Teil der Kritiker-Szene – genauer gesagt: der Wissenschaft – die den Treibhauseffekt (THE) ablehnt und dafür gewichtige wissenschaftliche Argumente vorbringt. Doch es gibt auch einen anderen Flügel, der den THE grundsätzlich anerkennt, jedoch 1. die dramatischen Folgen, die sich aus der Anreicherung der Atmosphäre mit CO2 durch den Menschen ergeben, als übertrieben ablehnen und 2. neben dem CO2 noch andere Faktoren berücksichtigen (Sonne, Meeresströmungen usw.), die eine wesentlich stärkere klimatische Rolle spielen als etwa das CO2. Das hätte der Autor den MLPD-Mitgliedern und seinen LeserInnen darstellen können, ja müssen, wenn es ihm wirklich um sachliche Information gegangen wäre.

Der Autor interpretiert die Position der „Skeptiker“ wie folgt: „Die Gletscherschmelze, der drohende  Anstieg des Meeresspiegels, zunehmende Umweltkatastrophen und solche Folgen des sich erwärmenden Weltklimas seien alles „Klimalügen“.“

Wer hier lügt, ist unser MLPD-Mann. Denn kein „Kritiker“ bestreitet, dass es die genannten Phänomene gibt. Auch die Erwärmung des Klimas seit über 150 Jahren wird nicht bestritten, allenfalls dessen Ausmaß. Der Vorwurf der „Kritiker“ besteht stattdessen darin, dass sie diese Veränderungen als Ausdruck der natürlichen klimatischen Variabilität betrachten, die das Klima schon immer geprägt hat. So steigt der Meeresspiegel schon seit der letzten Eiszeit vor ca. 11.500 Jahren an. Das ist freilich etwas anderes als ein „drohender Anstieg“, von dem unser Autor faselt, denn „drohend“ bedeutet ja, dass er vorher nicht gestiegen wäre. Gäbe es eine anthropogen verursachte Klimaerwärmung, müsste sich dieser Anstieg verstärken – eben das ist aber nicht der Fall.

Allerdings findet auch ein für die Realitäten blinder Autor mitunter ein Körnchen Wahrheit. So greift er ein in der Kritiker-Szene tatsächlich oft gebrauchtes Argument auf: „Der Treibhauseffekt sei erfunden, um die Energiepreise in die Höhe zu treiben.“

Fakt ist: die Theorie des THE wurde schon vor über hundert Jahren von Svante Arrhenius, einem Chemiker, formuliert. Ihm ging es um die Frage, wie Eiszeiten entstehen und wie man eine erneute Eiszeit mit ihren fatalen Folgen – durch bewusste Erwärmung des Klimas (!) – verhindern könnte. Allerdings wurde später, als die von Anfang an und sehr oft kritisierte und widerlegte (und darum nicht allgemein akzeptierte) Treibhaustheorie wieder aus der Versenkung geholt – um sie als Argument zu gebrauchen, um Umweltsteuern zu erheben und um die Kohleverstromung als Konkurrenz der Atomenergie madig zu machen. Davon hat unser Experte natürlich keine Ahnung. Es ist halt immer schlecht, nur ARD, ZDF und die „Rote Fahne“ der MLPD als Informationsquellen zu nutzen.

Doch wirklich beunruhigend ist nicht diese Unkenntnis des Autors, sondern die Tatsache, dass er überhaupt nicht in Betracht zieht, dass es soziale Kräfte gibt, die auf den Gedanken kommen, die Massen zu schröpfen und dafür „wissenschaftliche“ Argumente konstruieren. Beim Klima ist es das CO2, bei der Rente ist es die „Überalterung“, bei der Erhöhung der Mehrwertsteuer sind es andere „Probleme“. Immer haben Experten vom Schlage Hartz, Rürup oder Riester eine „wissenschaftliche“ Expertise zur Hand. An diesem Mumpitz zu zweifeln, die realen Interessen von Regierung und Kapital dahinter offen zu legen und auch den bürgerlichen (!) Wissenschaftsbetrieb kritisch unter die Lupe, zu nehmen – das ist die erste Hausaufgabe für alle Linken. In der Redaktionsstube der MLPD wird diese offenbar nicht erledigt.

Der Autor schreibt: „Es werden teils absonderliche Verschwörungstheorien bemüht („Eliten“ seien dran, die Menschheit zu „versklaven“).“ In der Tat kursieren auf den Skeptiker-Seiten zahlreiche  solcher Verschwörungsthesen. Doch muss man diese trennen von den wissenschaftlichen Positionen und Beweisführungen. Für MarxistInnen sollte doch die Tatsache, dass eine „Elite“ – man könnte sie auch als Bourgeoisie bezeichnen – die Menschheit versklavt, nicht so abwegig sein. Immerhin sprach auch Marx von der Lohnsklaverei. Hier wird deutlich, dass unser Kritiker überhaupt nicht versucht, den realen Gehalt hinter den Verschwörungstheorien heraus zu destillieren und eine materialistische, marxistische Kritik daran zu formulieren.

Stattdessen meint er: „Aber in einem sind sie sich auffallenderweise absolut einig: der von der kapitalistischen Profitwirtschaft verursachte CO2-Ausstoß habe keine Relevanz für die Erderwärmung bzw. das Klima.“ Das trifft alles in allem zu. Die große Mehrzahl der Kritiker des Klima-Alarmismus sind tatsächlich bürgerliche Kräfte, tw. Liberale, tw. Konservative. Die Mehrheit der „Kritiker“-Wissenschaftler ist aber sicher nicht politisch motiviert; sie vertreten einfach eine andere wissenschaftliche Position als das IPCC oder das PIK. Für den MLPD-Autor scheint so etwas wie rein wissenschaftlicher Meinungsstreit ohne bewusste politische Ambitionen offenbar gar nicht möglich.

Dass CO2 auch in einer Wirtschaft erzeugt wurde, die lt. MLPD nicht kapitalistisch war – der UdSSR-Ökonomie unter Stalin -, kommt unserem forschen Kapitalismus-Kritiker natürlich nicht in den Sinn. Es gibt am kapitalistischen Wirtschaftssystem sicher vieles zu kritisieren – dass aus Kohle Strom und aus Öl Benzin gemacht wurde und noch eine ganze Weile gemacht werden muss, gehört allerdings nicht dazu. Aus dieser recht seltsamen Kapitalismus-Kritik ergibt sich ja nach der „Erfurter Logik“ als Schluss, dass es ohne Kapitalismus die Dampfmaschine oder den Verbrennungsmotor gar nicht gegeben hätte oder gar nicht hätte geben dürfen …

Den Kritikern gegenüber zeigt sich unsere Erfurter Korrespondent genauso bösartig wie andere Klima-Kollaps-Apologeten, die alle Kritiker immerzu als fachfremde und gekaufte Idioten hinstellen. Auch er konstatiert bei ihnen „Lügen und Trickserei im „wissenschaftlichen“ Gewand.
Dazu dient etwa ein Heer von „Wissenschaftlern“, egal, ob kompetent oder nicht, ob Chemiker (wie z.B. der Chemieprofessor Fritz Vahrenholt), Physiker oder Radiologe.“ Da haben wir es: entweder die Kritiker sind keine Klima-Fachleute, dann ist alles klar. Sind sie es doch – wie viele tausende Naturwissenschaftler, darunter über 70 Nobelpreisträger (wovon der Erfurter aber nichts weiß), dann ist es umso schlimmer, denn „Damit soll Eindruck gemacht werden!“. Und als Kronzeuge wird auch noch Prof. Rahmstorf vom PIK angeführt, der seit Jahren einen wissenschaftlichen Flop nach dem anderen hervorbringt und selbst im Lager des IPCC nicht mehr  besonders ernst genommen wird.

Etwas leichtfertig behauptet der Autor, die Kritiker wären ein „Heer von Wissenschaftlern“. Das passt natürlich nicht so gut zur Standard-Behauptung von Rahmstorf und Co., dass es einen „Konsens“ in der Klimawissenschaft gebe und eine Mehrheit von 97%. Da hätte Erfurt in Potsdam noch Mal nachfragen sollen.

Was sagt das alles nun über den wissenschaftlichen Gehalt der Positionen der Kritiker aus? Natürlich gar nichts – ziemlich viel allerdings über die Redlichkeit der MLPD-Propaganda.

Dass der Autor und die MLPD-Redaktion vom Stand der Klimawissenschaft keine Ahnung haben, führen sie uns in mehreren Passagen schön vor. Es heißt dort über den Film „Der Klimaschwindel“ (im Internet verfügbar): es „sollte z.B. mit einer nur für Mittel-England gültigen Klimakarte, die fast 1.000 Jahre umfasst, statistisch belegt werden, dass es im Mittelalter so warm war wie heute.“ Inzwischen wurde die bekannte „Hockeystick-Kurve“, die das behauptet, in etlichen Fach-Beiträgen als falsch und methodisch unseriös entlarvt. Selbst das IPCC hat sich vom Hockeystick distanziert. Mehr noch: sehr viele Forschungsarbeiten haben bestätigt, dass es während der Mittelalterlichen Warmzeit so warm wie heute war oder sogar wärmer und dass das weltweit so war, nicht nur in Mittelengland – und sogar in Erfurt. Davon hat der gute Mann natürlich keinen Schimmer. Aber dafür führt er wieder Rahmstorf an, der wie kaum ein anderer bereit ist, alles so hin zu biegen, bis es passt. Rahmstorf wird zitiert: „Würde die Erderwärmung seit 1975 nicht einfach verschwiegen, wäre es auch bei dieser Kurve heute wärmer als im Mittelalter.“ Zwar leugnet gar kein Kritiker diese Erwärmung, aber unterstellen kann man es ja – umso mehr, als in Erfurt und anderswo allzu gern „Autoritäten“ wie Rahmstorf geglaubt wird, denn ansonsten müsste man sich ja selbst informieren.

Und weiter geht’s mit der Wissenschaft a la MLPD. „Und was die Sonnenaktivität betrifft, die angeblich das Klima anheizt, so ist seit Ende der 1970er Jahre durch Satellitenmessungen belegt, dass die Schwankungen der Sonneneinstrahlung minimal sind und die Sonnenaktivität in den letzten 20 Jahren sogar abgenommen hat. Wie soll da eine Klimaerwärmung von der Sonne kommen?“

So ein Pech aber auch, dass es schon vor den Satellitenmessungen Messungen, Aufzeichnungen,   geologische „Klima-Abdrücke“ gab und somit viele Proxydaten vorliegen. Natürlich sind die Schwankungen des sichtbaren Sonnenlichts tatsächlich so gering (unter 1%), dass sie allein und direkt größere Temperaturschwankungen nicht erklären können. Doch wer die Klimaforschung nur ein klein wenig kennt, der weiß, dass die Sonne auch durch die Schwankungen ihres Magnetfeldes auf die Erde wirkt und dass sie die galaktischen Partikelströme verändert und damit die Bewölkung beeinflusst (Svensmark-Effekt). Dazu kommen noch Rückkopplungseffekte, welche die Sonnenschwankungen verstärken.

Im vollen Sonnenschein können wir auch gleich ein argumentatives Eigentor unseres Klima-Erklärers bewundern: Ja, die Sonnenaktivität hat in den letzten 20 Jahren tatsächlich abgenommen. Deshalb wird es ja seitdem – nun schon ca. 18 Jahre lang – auch nicht mehr wärmer.

Dass das 20. Jahrhundert, v.a. in der zweiten Hälfte, eine so hohe Sonnenaktivität aufwies, wie seit Jahrhunderten nicht, und es deshalb überhaupt nicht verwunderlich ist, dass nach der „Kleinen Eiszeit“, die bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts dauerte, eine Erwärmung folgte. In der gegenwärtigen Klimaperiode, dem Holozän, das seit ca. 11.000 Jahren andauert, gab es einen Sinuskurven-artigen Wechsel von kälteren und wärmeren Phasen. Letztere waren meist wärmer als heute und fanden ohne Einfluss des Menschen statt. Das verschweigt die Propaganda der Klima-Alarmisten natürlich.

Noch kruder aber wird die „Argumentation“ der MLPD-Homepage, wenn es um das CO2 geht: „Andererseits belegen die Jahreswerte der berühmten CO2-Messreihe auf dem Mauna Loa in Hawaii, die 1958 begann (…) einen völlig eindeutigen Zusammenhang zwischen CO2-Ausstoß und Klimaerwärmung.“ Das einzige, was diese Messreihe beweist, ist ein Anstieg des CO2 in dieser Zeit. Auch das leugnet kein Kritiker. Doch dass mehr CO2 verantwortlich ist für den Temperaturanstieg – und zwar hauptsächlich -, geht aus der Mouna Loa-Kurve nicht hervor. Die Korrelation zwischen CO2 und Temperatur kann nämlich auch eine zufällige sein. Es ist auch möglich, dass der CO2-Anstieg der Erwärmung folgt. Das es letzteren Effekt gibt, ist in der gesamten Klimawissenschaft unumstritten. Werden nämlich die Meere erwärmt, gasen sie mehr CO2 aus. Außerdem, liebe MLPDler, stand das sogar in den Schul- und Lehrbüchern der Stalinzeit und kann also gar nicht falsch sein. Der Autor bemüht hier eine Logik nach dem Muster: „Der Erfurter Dom steht in Erfurt, weil er so heißt.“ Aber er heißt so, weil er dort steht.

Wie erklären sich übrigens der Autor und seine alarmistischen Freunde, dass es von 1940-75 kälter  wurde (einige Wissenschaftler warnten damals vor einer neuen Eiszeit), obwohl der CO2-Pegel deutlich anstieg?! Und wie erklären sie gar den Stillstand der Erwärmungstendenz seit etwa 2000, obwohl der anthropogene CO2-Ausstoß seitdem besonders steil anstieg?! Und wie erklären sie sich, dass es in der Klimageschichte schon alle möglichen Kombinationen von CO2 und Temperatur gab, also gar kein eindeutiger Zusammenhang erkennbar ist?! Die einzige Phase, in der der Temperaturanstieg mit dem CO2-Anstieg wirklich parallel verlief, war die Zeit von 1975-98.

Nachdem nun also mit diesen „Argumenten“ die Kritiker verwundet wurden, kann nun der Fangschuss gesetzt werden. „ExxonMobile (…) investierte zur Unterstützung der Klimaskeptiker, zur Unterdrückung diesbezüglicher wissenschaftlicher Erkenntnisse und zu entsprechender Beeinflussung von Politikern und Medien von 1989 bis heute über 50 Millionen Dollar.“ Sicher ist in Konzernkassen meist mehr Geld als in der MLPD-Parteikasse. Dass könnte auch daran liegen, dass man bei der MLPD nicht richtig rechnen kann. Was sind denn 50 Millionen Dollar, die seit 1989 – also über Jahrzehnte – gezahlt wurden? Machen wir die Probe aufs Exempel: 50 Mill. Dollar in 20 Jahren für sagen wir 10.000 Empfänger ergibt die unglaubliche Summe von 20 (!) Dollar pro Mensch und Monat. Dafür lohnt es sich doch – v.a. auch für die total verarmten Nobelpreisträger -, alle wissenschaftlichen Prinzipien über Bord zu werfen und sich in der wissenschaftlichen Community mit IPCC-kritischen Beiträgen lächerlich zu machen und von Politik und Medien an den Pranger gestellt zu werden, oder?

Von den weitaus größeren Summen, die allein von den imperialistischen Staaten in Forschung und Propaganda zugunsten der Erzeugung von Klima-Katastrophismus investiert werden, ist natürlich bei unserem Thüringer Adam Ries nicht die Rede. Allein das PIK erhält jedes Jahr Millionen von Staat und Ökolobby. Es sei ihnen gegönnt, doch dann dasselbe den bösen Kritikern vorzuwerfen, ist so absurd wie verlogen. Allein die zig internationalen Mammut-Klimakonferenzen, die meist ohne jedes Ergebnis endeten, kosteten mehr als das Zehnfache! Dem Erfurter Verschwörungsfreund ist scheinbar auch nicht bekannt, dass heutzutage jede Forschung darauf angewiesen ist, sich „Drittmittel“ zu besorgen, v.a. auch in den USA, wo die private Finanzierung von Wissenschaft viel verbreiteter ist als in Europa.

Die eigenartige Logik hinter dieser Finanzakrobatik ist jedoch, dass offenbar geglaubt wird, dass die Frage, woher irgendwelches Geld kommt, eine Relevanz für die Beurteilung einer naturwissenschaftlichen Position hätte. Der Alarmismus des PIK wird ja auch mit wissenschaftlichen Argumenten kritisiert und nicht a priori deshalb abgelehnt, weil das PIK Geld aus bestimmten Quellen erhält. Ja man glaubt sogar, dass das Exxon-Geld „zur Unterdrückung diesbezüglicher wissenschaftlicher Erkenntnisse“ führen könnte. Welche Positionen werden denn weltweit täglich von Politik, Medien und einem Teil der Klimawissenschaft verbreitet – etwa die der Kritiker?! Welche Welt kennt die MLPD eigentlich?

Die Argumentation der MLPD ist derart plump, dass man kaum Worte findet. Da ist von Exxon die Rede und den Koch-Milliardären, welche die Skeptiker unterstützen und die reaktionäre Tea-Party-Bewegung – was tw. zutrifft. Doch die Millionäre und Milliardäre und jene Teile des Kapitals und des bürgerlichen Establishments, die riesige Mittel in die Erneuerbaren Energien pumpen und eine ganze Klimaalarmismus-Szene aushalten – und zusätzlich dafür noch die Massen kräftig zur Kasse bitten – werden mit keinem Wort erwähnt! Und diese MLPD nennt sich kommunistisch! Aber das ist nicht verwunderlich, denn gerade die MLPD ist bekannt dafür, dass sie immer wieder – fast völlig unkritisch (!) – mit allen möglichen kleinbürgerlichen Ökologen paktiert, z.B. der ÖDP, einer noch rechts von den Grünen stehenden Öko-Sekte.

Nach soviel Kritik an unserem Kritiker mit MLPD-Hintergrund nun zum Schluss noch etwas Positives. Da heißt es im Artikel am Ende völlig korrekt: „Es ist aber wichtig, sich auch selber politisch und wissenschaftlich zu wappnen! Politische Klarheit verschafft das Buch „Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution“. (…) „Experte“ auf dem Sektor der Umweltfragen zu werden, ist heute leichter denn je, denn die Informationsquellen sind enorm.“ In der Tat!

Allerdings fragen wir uns: 1. Gibt es mit der Klimaerwärmung künftig häufiger eine Morgenröte?, 2. Was sagt uns ein Buch über den Sozialismus über thermodynamische Vorgänge in der Atmosphäre? 3. Warum nutzt die MLPD selbst nicht die enorm vielen Informationsquellen? und 4. Warum gibt es in Erfurt offenbar weder Internet noch Buchläden?

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