Laudatio des Tages vom 3.4.2017

Wie konnte das passieren?! Deutschland tut so viel für den Klima- und Umweltschutz und hat so große Erfolge damit. Und das Hauptverdienst daran haben die Grünen. Doch warum stürzen sie dann in den Umfragen so ab?! Wir wissen doch, dass die Welt untergeht, wenn die Grünen untergehen, sie haben es doch selbst gesagt. So wollen wir also mutig sein, und die Grünen heute über den grünen Klee loben (so lange es ihn noch gibt und kein Windradfundament darauf steht).

Erinnern wir uns an das Waldsterben. Ohne Grüne wäre unser schöner deutscher Wald längst verschwunden. Das Datum, an dem der letzte Baum gestorben wäre, stand ja schon fest. Danke, Ihr Grünen, dass Ihr Euch einst auf den Holzweg begeben habt.

Ohne die Grünen hätten wir nie so viele Milliarden für die „Erneuerbaren“ versenkt. Und mit Erfolg: der CO2-Ausstoß sinkt zwar nicht, aber er steigt auch nicht mehr. Millionen kleine Leute freuen sich, dass sie den etwas größeren beim Klimaschutz helfen können. Ja, das macht die Krankenschwester froh, wenn sie von ihrem üppigen Gehalt dem armen Chefarzt per EEG-Umlage die Solaranlage auf seiner Villa finanziert. Ja, die Grünen sind eben auch fürs Soziale. Fünf Euro für den Liter Sprit sind doch machbar, Herr Nachbar?! Und welch Engagement für den Veggie-Day! Das gleicht ihre Ignoranz gegenüber anderen Tagen, etwa dem 1. Mai oder dem 8. März, wieder aus.

Die Grünen sind überhaupt große Umverteiler. Entsinnen sie sich noch der Agenda 2010 unter Rot-Grün? Lohndumping, Armutsrenten, mehr Billigjobs, mehr Bürokratie usw. – waren das nicht tolle Erfindungen? Für die Besserverdienenden – was sonst, das ist ja schließlich das Klientel der Grünen.

Und wie taktisch geschickt die Grünen sind. Erst beschließen sie unter Schröder den Atomausstieg, ohne wirklich auszusteigen, um dann 2011 den Ausstieg von der Merkel machen zu lassen. Einfach genial! Bewundernswert, wie sie es schaffen, täglich die Atomangst neu zu schüren, wenn in der AKW-Kantine Mal ein Kochlöffel runter fällt.

Ja, die Grünen haben eben viel Sachkompetenz – nein, nicht bei Klima, Energie oder Kernspaltung, aber dafür in allen Bereichen der Soziologie. Ihre atompolitische Sprecherin, Sylvia Kotting-Uhl, ist das beste Beispiel: Sie hat Germanistik, Anglistik und Kunstgeschichte studiert. Besser kann man nicht qualifiziert sein.

Aber immerhin: die Grünen sind prinzipienfest. Viele ihrer Promis waren ja Mal stramme K-Gruppen-Kader. Früher waren sie für den Weg zum Kommunismus, heute für den Radweg. Früher rote Fahnen, heute rote Rüben. Früher waren sie gegen den Filz aus Staat und Kapital, heute werden selbstgemachte Filzlatschen verkauft. Und beim Kampf gegen das Kapital ist man sogar über das Ziel hinaus geschossen. Man enteignet nicht die Kapitalisten, sondern schließt gleich den Standort. Weg mit dem konzerneigenen Großkraftwerk, her mit 100.000en windigen und Sonnen-anbetenden Kleinkapitalisten!

Früher wurden Vögel geschützt, heute werden sie geschreddert. Klar, weniger Vögel lassen sich ja auch besser schützen. Nun sind die Grünen schon aus dem zweiten Landtag geflogen. Das ist schon deshalb gut, damit überhaupt noch etwas fliegt. Dumm ist nur, dass die Grünen nun wieder mehr Zeit haben, um sich das nächste Weltuntergangsszenario auszudenken.

Darum: Wählt Grüne, aber schmeißt sie aus der Regierung! So können sie im wahren Leben weniger Schaden anrichten (das trifft übrigens auch auf alle anderen Parteien zu).

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