Aufstehen – wofür und wogegen?

7 Thesen zur Bewegung „Aufstehen“

Hanns Graaf

1.

Die Entstehung von „Aufstehen“ ist Ausdruck der Unzufriedenheit ihrer InitiatorInnen und MitstreiterInnen mit der Entwicklung der Gesellschaft in Deutschland und international. Diese wird festgemacht an der immer tieferen sozialen Spaltung, an der Zunahme einer prekären „Unterschicht“ von Lohnabhängigen, am immer deutlicheren Zugriff des Finanzkapitals auf sozio-ökonomische Entscheidungen, am zunehmenden Rechtsruck (AfD, Pegida u.a.) und an der zunehmender Verdrossenheit an der (bürgerlichen) Politik, den Parteien und dem staatlich-bürokratischen System, das sich „den Menschen“ und ihren Lebensinteressen immer mehr entfremdet.

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Aufstehen oder Abwarten?

Wagenknecht, #aufstehen und #unteilbar

Hanns Graaf

Am 13.10. waren in Berlin rund 250.000 Menschen dem Aufruf der Initiative #unteilbar gefolgt, gegen den Rechtsruck in Deutschland, gegen AfD und Pegida, gegen Rassismus und Intoleranz auf die Straße zu gehen. Der Aufruf und das Anliegen von #unteilbar hätte auch von der Aufstehen-Bewegung kommen können und entspricht inhaltlich in weiten Teilen deren Gründungsaufruf. „Aufstehen oder Abwarten?“ weiterlesen

Kritik im Abseits

Zur Position der Gruppe ArbeiterInnenmacht zur Bewegung „Aufstehen“

Hanns Graaf

Am 11. September 2018 veröffentlichte die Gruppe ArbeiterInnenmacht (GAM) ein Statement zur Bewegung „Aufstehen“ – nachdem sie es über Monate nicht für nötig hielt, sich dazu zu äußern, obwohl das Thema schon seit Januar 2018 in den Medien präsent ist.

In seinem Beitrag „Aufstehen, weggehen, sitzen bleiben?“ erläutert Autor Tobi Hansen nun die Position der GAM. Sein Credo lautet auf einen kurzen Nenner gebracht: das Projekt taugt politisch nichts, es ist rein reformistisch, stehe noch rechts von der LINKEN und könne die LINKE zu spalten. Wir stimmen der im Beitrag von Hansen formulierten Kritik am Reformismus von „Aufstehen“ und deren InitiatorInnen weitgehend zu, möchten aber einige Positionen der GAM genauer betrachten. „Kritik im Abseits“ weiterlesen

Mediziner gegen LNT

Der folgende Artikel erschien zuerst am 28. August 2014 auf www.nukeklaus.net. Wir haben ihn mit freundlicher Genehmigung des Autors übernommen. Die Redaktion.

Dr. Ing. Klaus Humpich

Unerwartete Hilfe für Strahlenschützer kommt nun von Medizinern. Neu ist weniger die Kritik an der LNT-Hypothese, als die Abwägung der Nachteile durch ihre Anwendung.

Was ist noch mal LNT und ALARA?

Die LNTH (linear no-threshold hypothesis) geht von einem rein linearen Zusammenhang zwischen Strahlungsdosis und Krebsfällen aus. Die Gerade soll von einer Dosis Null bis unendlich verlaufen. Es gibt ausdrücklich keinen Schwellwert, unterhalb dessen kein Krebs auftritt. Wegen dieser Annahme hat man für den Strahlenschutz das ALARA-Prinzip (as low as reasonably achievable) erschaffen.

Selbst Kritiker des linearen Ansatzes ohne Schwellwert sind oft Anhänger des Prinzips „So wenig Strahlung, als vernünftig erreichbar“. Das Wort „vernünftig“ wird – wegen der angeblichen Krebsgefahr – als „so gering wie möglich“ überinterpretiert. Das gut gemeinte Vorsorgeprinzip, wird dadurch leider in einen Nachteil verkehrt. Genau da setzt die Kritik der Mediziner ein. Vorab aber noch ein paar deutliche Worte zur Erklärung.

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Marxismus vs. Genossenschaften?

Hanns Graaf

In Diskussionen mit „MarxistInnen“, begegnen wir immer wieder großen Vorurteilen gegenüber dem Genossenschaftsgedanken. Wir möchten daher in diesem Beitrag erneut auf dieses Thema eingehen und einige häufig benutzte Argumente der „Genossenschafts-Skeptiker“ genauer betrachten. „Marxismus vs. Genossenschaften?“ weiterlesen

Die Widersprüchlichkeiten beim Strahlenschutz

Dr. Lutz Niemann

(mit freundlicher Genehmigung des Autors, zuerst veröffentlicht bei EIKE)

In der heutigen Welt gilt Strahlung von Radioaktivität als Teufelszeug, so wird es von Massenmedien und Kanzeln verkündet. Diese Strahlenangst ist vor rund 100 Jahren entstanden, als man die Zusammenhänge noch nicht kannte und sich die Kenntnisse zur Atomphysik erst langsam entwickelten.

Damals traten bei hohen sich wiederholenden Strahlendosen gesundheitliche Schäden auf. Im Jahre 1934 legte man den ersten Grenzwert für den Umgang mit Strahlung fest und man schuf Gesetze zum Schutz vor Strahlung. Bis zur heutigen Zeit wurden die Grenzwerte ständig verringert. Allerdings bezogen sich die Grenzwerte nur auf den Umgang mit Kernbrennstoffen, im Wesentlichen also auf den Umgang mit Uran. Aus dem Auftreten von gesundheitlichen der Schäden bei hohen Strahlendosen wurde geschlossen, dass auch kleinste Strahlendosen unabhängig von der Zeit des Einwirkens schädlich seien. All dieses ist heute in Gesetzesform gegossen und wegen der Existenz dieser Gesetze wird fest an die Gefahren jeglicher Strahlung geglaubt.

Es gibt heute viele Widersprüchlichkeiten in der Strahlenschutzgesetzgebung, denn nicht nur beim Umgang mit Kernbrennstoffen gibt es hohe Strahlendosen. Im Folgenden sollen einige der Widersprüche erläutert werden. „Die Widersprüchlichkeiten beim Strahlenschutz“ weiterlesen

Fukushima – ein Zwischenbericht

Dr. Ing. Klaus Humpich

Der folgende Artikel erschien zuerst am 28. August 2014 auf www.nukeklaus.net. Wir haben ihn mit freundlicher Genehmigung des Autors übernommen. Obwohl nicht mehr ganz „brandneu“, gibt der Beitrag einen guten Einblick in die Problematik um den Unfall von Fukushima im Jahr 2011 und zeigt, wie unwissenschaftlich und demagogisch die Behauptungen der links-grünen Szene und der offiziellen Propaganda über dieses Ereignis sind. Zudem belegt er, wie absurd der unter Schwarz/Gelb vollzogene Atomausstieg war. Die Redaktion „Fukushima – ein Zwischenbericht“ weiterlesen

Marx im Heiligenschrein: Zum 200. Geburtstag von Karl Marx

Anmerkungen zu einem Artikel von Martin Suchanek

Hanns Graaf

Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx wurde in seiner Heimatstadt Trier, reichlich verspätet, eine Statue für einen der bedeutendsten und wirkungsträchtigsten Denker der Menschheit aufgestellt. Auch sonst ist das Marx-Jubiläum Anlass, Marx auf einen Sockel zu heben. Wir wollen hier einen Blick auf die Marx-Rezeption der marxistischen Linken werfen. Deren Vielfalt macht es notwendig, dies – pars pro toto – anhand eines Beispiels zu tun. Dazu nehmen wir einen Text von Martin Suchanek, der am 5. Mai von der Gruppe Arbeitermacht (GAM) veröffentlicht  wurde (Quelle). Anhand dieses Artikels möchten wir zeigen, dass die Marx-Rezeption der Linken – bei allen Unterschieden – grundsätzliche Mängel aufweist und in vieler Hinsicht mehr mit der Pflege eines Dogmas zu tun hat als mit einer historisch-kritischen Verarbeitung des Werkes von Marx. „Marx im Heiligenschrein: Zum 200. Geburtstag von Karl Marx“ weiterlesen

Irrtümer eines Israel-Freundes: Anmerkungen zu einer Kolumne von Götz Aly

Hanns Graaf

Anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung Israels meinte Götz Aly in einer Kolumne in der Berliner Zeitung (BZ) „Israel macht glücklich“ (Quelle). Offenbar erreichten die Zeitung daraufhin zahlreiche Zuschriften von LeserInnen, die über Alys Israel-Jubel alles andere als glücklich waren. Dieser ging am 22. Mai in einer erneuten Kolumne auf diese Kritiken ein. Wir nehmen dies hier zum Anlass, um unsererseits auf die Argumente Alys einzugehen. „Irrtümer eines Israel-Freundes: Anmerkungen zu einer Kolumne von Götz Aly“ weiterlesen

Das Bedingungslose Grundeinkommen – Verheißung oder Illusion?

Hanns Graaf

Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) rückt immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Auch große Teile der Linken bis weit hinein in das reformistische Milieu von DGB, SPD und Linkspartei äußern sich dazu. Sogar einige offen bürgerliche Kräfte befürworten das BGE, etwa Tesla-Chef Elon Musk, der Telekom-Chef Höttges oder der DM-Drogerieketten-Gründer Götz Werner. Zwei ihrer Argumente dabei sind, dass durch die digitale Revolution immer mehr Arbeitsplätze verschwinden würden und die staatliche Bürokratie abgebaut werden müsste. „Das Bedingungslose Grundeinkommen – Verheißung oder Illusion?“ weiterlesen