Staates Kinder

Erziehung in der DDR

Hannes Hohn

In der Linken taucht die Frage der Vergesellschaftung der Hausarbeit, wenn überhaupt, oft nur als Forderung auf, um das ungenügende oder teure Angebot an Kinderbetreuungsmöglichkeiten zu verbessern. Zuweilen wird dabei auf das Beispiel der DDR verwiesen, wo es diesbezüglich tatsächlich bessere Bedingungen als in der BRD gab. Spätenstens sei den 1970ern war für jedes Kind ein Krippen-, Kindergarten- und Hortplatz vorhanden. Frauen war es in der DDR so leichter möglich, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bekommen. Der Autor kann sich noch lebhaft an die Verwunderung von Studierenden aus der BRD, die in der DDR zu Gast waren, erinnern, als sie hörten, dass viele Studentinnen während des Studiums Kinder bekamen und wie gut die Betreuungsmöglichkeiten waren. „Staates Kinder“ weiterlesen

Aschenputtels Arbeit

Kampf gegen Frauenunterdrückung

Hannes Hohn

„Waschen, bügeln, fegen, die Staubflöckchen unter den Möbeln hervorkehren, damit hält man zwar den Tod nicht auf, kommt aber nicht zum Leben.“ (Simone de Beauvoir)

Haushalt ist Frauensache – immer noch. lt. Statistischem Bundesamt wenden Frauen in der BRD etwa 20 Stunden pro Woche für Hausarbeit auf, Männer nur 7. Trotz dieses Ungleichgewichts drückt diese Zahl jedoch auch aus, dass Männer im Zuge des Fortschreitens der Emanzipation mehr Hausarbeit übernehmen als in früheren Jahrzehnten. Dass auch ein Mann den Kinderwagen schiebt oder Einkaufen geht, ist nicht mehr ungewöhnlich. Das alles gilt aber eher für höher entwickelte Länder, in großen Teilen der Welt sieht es damit noch wesentlich schlechter aus.  „Aschenputtels Arbeit“ weiterlesen