Laudatio des Tages vom 14.10.2017

Schon lange sollte hier einem Manne eine Ehrung zuteil werden, der sie eigentlich nicht brauchte, weil er selbst sich schon für einen ganz Großen hält. Und doch wollen wir seine Bedeutung in der Wissenschaft, v.a. aber bei der Vermittlung der Wissenschaft für die Allgemeinheit würdigen. Es geht um Prof. Hans Joachim Schellnhuber, der das Klima erforscht, wenn er es nicht sogar selbst erfunden hat. „Laudatio des Tages vom 14.10.2017“ weiterlesen

Laudatio des Tages vom 3.4.2017

Wie konnte das passieren?! Deutschland tut so viel für den Klima- und Umweltschutz und hat so große Erfolge damit. Und das Hauptverdienst daran haben die Grünen. Doch warum stürzen sie dann in den Umfragen so ab?! Wir wissen doch, dass die Welt untergeht, wenn die Grünen untergehen, sie haben es doch selbst gesagt. So wollen wir also mutig sein, und die Grünen heute über den grünen Klee loben (so lange es ihn noch gibt und kein Windradfundament darauf steht). „Laudatio des Tages vom 3.4.2017“ weiterlesen

Laudatio des Tages vom 19.1.2017

HaHo

Eine zweistimmige Lobeshymne in Fortefortissimo singen wir heute Frankreichs Energieministerin Ségolène Royal, die ein wahrhaft revolutionäres Projekt zur Rettung des Weltklimas fördert, und dem Internet-Portal Klimaretter.Info, das darüber euphorisch berichtet hat. „Laudatio des Tages vom 19.1.2017“ weiterlesen

Laudatio des Tages vom 10.10.2016

HaHo

Anetta Kahane schreibt regelmäßig Kolumnen für die Berliner Zeitung und ist in der Amadeu-Antonio-Stiftung aktiv. Hier wie da wendet sie sich gegen Rassismus u.a. rechtes Denken und Treiben. So weit, so gut.

Doch unser doppeltes Lob erhält sie heute dafür, dass sie uns einen erhellenden Einblick in die Denke einer echten Reformistin gibt und wir zugleich auch mehr Klarheit darüber erhalten, warum die Linke so wenig attraktiv für viele Leute ist. „Laudatio des Tages vom 10.10.2016“ weiterlesen

Laudatio des Tages vom 2.8.2016

HaHo

Heute sollen zwei Helden der Technikentwicklung gewürdigt werden: Bertrand Piccard und André Borschberg. Sie haben mit ihrem Solarflugzeug „Solar Impulse“ die Welt umrundet.

Die Fakten sind wirklich beeindruckend. Die Flugzeit betrug etwa ein Jahr, die Reisegeschwindigkeit liegt bei 70 km/h. Das beweist, dass Hektik beim Fliegen unnötig ist. Sollte die Erfahrung mit „Solar Impulse“ Schule machen, werden wir bald wieder gemütlich mit der Pferdekutsche unterwegs sein. Mit ihrem Flug haben Piccard und Borschberg auch mit dem Irrtum aufgeräumt, beim Fliegen ginge es um die Geschwindigkeit. Nein, es geht um die Flughöhe, in dem Punkt konnte die „Solar Impulse“ mit modernen Maschinen nämlich ungefähr mithalten.

Auch die Werbung für die Solartechnik fiel überzeugend aus. Das mit Solarmodulen zugepflasterte Fluggerät war sogar in der Lage, einen (!) Piloten zu transportieren – ohne Handgepäck. Das erübrigt die lästige Gepäckkontrolle und spart mindestens zehn Minuten Zeit, bevor man seinen einjährigen Flug antritt. Der Wirkungsgrad der Solarzellen beträgt 22,5%. Piccard hat damit überzeugend bewiesen, welche Leistungsreserven die Solartechnik, deren Wirkungsgrad aktuell bei etwa 15% liegt, noch hat. Wenn wir noch hundert Jahre warten und etwa 23.932.000.000 Euro investiert haben, wird der Wirkungsgrad dann bestimmt bei 24% liegen.

Geradezu atemberaubend ist die Wirtschaftlichkeit. Nur 177 Millionen Euro kostete es, einen einzelnen Menschen einmal um die Erde zu schicken. Angesichts der vielleicht 1.000 Euro, die so eine Aktion mit einem normalen Flugzeug kostet, entsteht natürlich eine ganz neue „Wertigkeit“ des Fliegens. Weg mit der Gleichmacherei, dass sich fast Jeder einen Flug leisten kann!

Besonders wollen wir auch den Mut von Piccard und Borschberg loben. Sie hatten beim Flug bestimmt die Hosen voll – nicht vor Angst, sondern weil an Bord kein Klo war. Man kann schließlich nicht alles haben.

Eine wichtige Erfahrung mit „Solar Impulse“ war auch, dass die Verbesserung der Welt – für die sich Piccard engagiert – v.a. darin besteht, Probleme zu lösen, die gar nicht bestehen. Na, wenn das nichts ist!

Die Erdumrundung der „Solar Impulse“ war nicht nur ein Flug, sondern ein großer Schritt für die Menschheit – ein großer Schritt zurück in die Zeit vor hundert Jahren, als das Fliegen begann. Dank Piccard haben wir also gelernt, dass es eine Zeitmaschine wirklich gibt. Er hat endlich bewiesen, dass ein „normales“ Flugwesen auf Solarbasis nicht funktioniert. Obwohl wir das schon vorher wussten, war das die Investition von 177 Millionen auf jeden Fall wert. Andere verbauen sogar Milliarden für einen Flughafen, der nie fertig wird. Demgegenüber ist Piccard das reinste Spar-Genie.

Der Erfolg von „Solar Impulse“ wird sicher auch viele andere Erfinder motivieren, Dinge zu konstruieren, die niemand braucht. Hier ein paar Vorschläge: eine Brille mit drei Gläsern, den  Rettungsring für Fahrräder oder den antriebslosen Föhn für Glatzenträger (CO2-neutral).

Immerhin: Taugt das Solar-Monstrum auch nicht für den Flugverkehr, so wenigstens für Schlagzeilen in Zeitungen, mit denen man sich den A… abwischen kann.

Laudatio des Tages vom 6.7.2016

HaHo

Unser Dank geht heute an Gerd Müller von der CSU. Sie werden ihn nicht kennen: er ist Minister. Nun hat er durch eine Wortmeldung bewiesen, dass es ihn als Entwicklungshilfe-Minister in der Bundesregierung wirklich gibt. Viele hatten ja geglaubt, dass die Entwicklungshilfe vom Wirtschaftsministerium gleich mit verwaltet wird – in Form von Rüstungsexporten. Ja, ein Ministerium für Entwicklungshilfe gibt es wirklich. Wir müssen jetzt nur noch rauskriegen, ob es die Entwicklungshilfe als solche noch gibt.

Auch seinem Namen hat unser Minister Ehre gemacht. Wir wissen ja vom FC Bayern, dass dort einst ein Gerd Müller sehr treffsicher war. Auch unser Ministerialer Gerd trifft genau ins Schwarze, ist ja auch kein Wunder, er ist ja bei der CSU. Er weiß auch genau, wie man’s macht. Er hat sich erstens ein Thema ausgesucht, wo jeder auch ohne Sachkenntnis punkten kann: die Klimakatastrophe. Zweitens hat er sich eine taffe Partnerin gesucht: die Umweltministerin und promovierte Expertin für die Geschichte der Margarine-Industrie in NRW Barbara Hendricks. Beide taten nun, was immer gut ankommt: ihrer Sorge über den Zustand der Welt Ausdruck zu verleihen.

„Der Klimawandel treibt Millionen Menschen aus den Dürreregionen Afrikas und den Küstengebieten Asiens in die Flucht.“, meinte Minister Müller. Und blitzgescheit, wie er nun Mal ist, fügte er gleich hinzu: „Nur wenn wir alle gemeinsam wirksam den Klimaschutz voranbringen, können wir eine Welt ohne Hunger und Armut schaffen.“

Was sind schon 20 Monate Arbeitslosigkeit oder 20 nicht bezahlte Raten gegen 20 Zentimeter Meeresspiegel-Anstieg im 20. Jahrhundert?! Dass immer mehr Menschen in den Küstenregionen Asiens leben, ist doch ein klares Zeichen dafür, dass der Asiate es cool findet, wenn der Pazifik in der Gemeinschaftsunterkunft für 20 Wanderarbeiter schwappt.

Auch die Armut ist natürlich eine Folge des Klimawandels. Das sieht man schon daran, dass das Klima, das sich ja früher bekanntlich nie geändert hat, bisher keine Probleme bereitet hat. Armut hängt von der Temperatur ab, nicht etwa von fehlenden Jobs, schlechter Bezahlung oder Unterentwicklung. Auch der Hunger hat natürlich nichts zu tun mit Armut oder mit durch die Börsen in die Höhe getriebenen Lebensmittelpreisen. Nein, es ist der Niederschlag, der fehlt. Leider fehlen auch die Statistiken, die das zeigen. Und natürlich muss auch im rückständigen 21. Jahrhundert ein Land, wo es in einem Jahr Mal etwas weniger geregnet hat (was es früher nie gab), unweigerlich ins Chaos abrutschen.

Der Arabische Frühling ist überhaupt nur eine Folge der Trockenheit. Diktatur, Mangel an Demokratie, Korruption und Perspektivlosigkeit haben damit nichts zu tun. 100 Liter Wasser pro Nase ersetzen jede Revolte. 2 Grad weniger – und die arabischen Hitzköpfe hätten weiter auf dem Gebetsteppich gekniet, statt Straßen und Plätze zu besetzen.

Dank Ihnen, Herr Müller, haben wir nun endlich verstanden: nicht der Kapitalismus ist die Ursache, sondern das Klima.