Anmerkungen zum Programm der Gruppe ArbeiterInnenmacht

Hanns Graaf

Die Gruppe ArbeiterInnenmacht (GAM) gehört zu den wenigen radikal-linken Organisationen, die über eine umfangreichere Programmatik verfügen. Auch ihr Aktionsprogramm hat sie immer wieder überarbeitet und aktualisiert. Die neue Fassung wurde nun im Mai 2018 veröffentlicht (www.arbeiterinnenmacht.de). Die Kernelemente des Programms, insbes. der Forderungsteil, blieben überwiegend gleich. Positiv an diesem Programm ist zunächst, dass nicht nur eine Analyse der Lage (international und national) erfolgt, sondern daraus auch konkrete Forderungen bzw. Vorschläge für die Linke und die Arbeiterbewegung abgleitet werden. Insofern ist es tatsächlich eine Anweisung für den Klassenkampf und nicht nur ein Kommentar. Methodisch beruht das Programm auf Trotzkis „Übergangsprogramm“.

Wir können vielen Einschätzungen und Forderungen durchaus zustimmen, wollen hier aber einige, aus unserer Sicht fehlerhafte, Aussagen kritisieren bzw. auf wichtige Aspekte hinweisen, die fehlen. „Anmerkungen zum Programm der Gruppe ArbeiterInnenmacht“ weiterlesen

Das Dilemma des Konkreten

Eine Kritik an den „Politischen Grundsätzen (Für den Kommunismus)“ der „Gruppe Internationale Kommunisten“ (GIS) (http://gis.blogsport.de/2013/12/23/fuer-den-kommunismus/)

Hanns Graaf

In diesem Text legt die GIS ihr grundsätzliches methodisch-programmatisches Verständnis von Kommunismus und Klassenkampf dar. Er enthält ein klares Bekenntnis zum Kommunismus und zur revolutionären Überwindung des Kapitalismus. Sein Hauptmangel ist das weitgehende Unverständnis dessen, was Klassenkampf ist und wie ein revolutionäres Subjekt darin eingreifen und sich stärken kann. Insofern könnte „Das Ziel ist alles, der Weg ist nichts“ ein passender Slogan für die GIS sein. Der recht umfangreiche Text kann hier nicht in Gänze behandelt werden. Unsere Kritik beschränkt sich daher auf einige zentrale Aussagen. „Das Dilemma des Konkreten“ weiterlesen

Storys statt Geschichte

Eine Rezension zu „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“

Hannes Hohn

Drei Jahrzehnte Antifaschismus in Ostdeutschland sind allemal ein Grund zum Bilanzieren. Dieser Aufgabe widmet sich das Buch „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“ (Verlag Westfälisches Dampfboot, ISBN 978-3-89691-102-5) auf 212 Seiten. Der (etwas eigenartige) Untertitel kündigt an, dass es um „Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung“ geht – damit sind wohl Perspektiven einer oder für eine eigenständige Bewegung gemeint. Das Buch enthält 12 Beiträge verschiedener AutorInnen, darunter auch der Herausgeber Christin Jänicke und Benjamin Paul-Siewert. „Storys statt Geschichte“ weiterlesen

Wie weiter nach Hamburg?

Erfahrungen und Schlussfolgerungen aus den Anti-G20-Protesten

Redaktion von Aufruhrgebiet.de

Der G20-Gipfel war kein Erfolg für die Herrschenden. Weder konnten sie darauf verweisen, dass durch sie die Welt verbessert noch Probleme minimiert hätten. Sie konnten auch kein konkretes Projekt dafür präsentieren. Ja, es gelang ihnen noch nicht einmal, wie mitunter bei ähnlichen Events früherer Jahre, einen solchen Eindruck zu erwecken bzw. die Medien dazu zu bringen, diesen Eindruck der Öffentlichkeit zu vermitteln „Wie weiter nach Hamburg?“ weiterlesen

Kurioses zum Gipfel

Hanns Graaf

Anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg veröffentlichte die Gruppe ArbeiterInnenmacht (GAM) eine Broschüre unter dem Titel „Unite against G 20“. Der Untertitel betont: Den Feind verstehen, um ihn zu bekämpfen. (she. www.arbeiterinnenmacht.de) „Kurioses zum Gipfel“ weiterlesen

In eigener Sache

Liebe LeserInnen!

Der folgende Beitrag ist ein Text, der auch als Flyer verteilt wird, um die Seite Aufruhrgebiet.de und ihr Anliegen breiter bekannt zu machen. Dieser Beitrag wird hier einige Zeit oben „kleben“ bleiben.

Die Redaktion

Hallo,

Du kennst die Seite www.aufruhrgebiet.de wahrscheinlich noch nicht. Deshalb wollen wir Dir kurz vorstellen, was Aufruhrgebiet ist. „In eigener Sache“ weiterlesen

ABC des Marxismus XI: Was ist die Guerillastrategie?

Das Wort „Guerilla“ ist die Verkleinerungsform des spanischen Wortes „Guerra“, der Krieg, und bedeutet so viel wie Kleinkrieg. Heute bezeichnet man damit meist den militärischen Kampf von nichtregulären, aufständischen Einheiten gegen eine Besatzungsmacht oder gegen die Regierung. „ABC des Marxismus XI: Was ist die Guerillastrategie?“ weiterlesen

Teile und herrsche? Gesellschaftliche Perspektiven des Carsharings

Hanns Graaf

Sich die Benutzung eines PKWs zu teilen – das Carsharing – kommt immer mehr in Mode. Im Straßenbild keiner größeren Stadt fehlen die diversen Logos der inzwischen über 150 Carsharing-Firmen. Lt. dem Bundesverband CarSharing e.V. (bcs) gab es 2015 über 1.260.000 Kunden von Carsharing-Stationen – ein Zuwachs von 21% gegenüber dem Vorjahr. Bei stationsunabhängigen Angeboten gab es sogar eine Steigerung um 26%, über 800.000 Menschen nutzten solche Angebote in insgesamt sieben Großstädten. Derzeit gibt es 4.600 Carsharing-Stationen in 537 Orten in Deutschland mit über 9.000 Fahrzeugen. Das seit nunmehr fast 30 Jahren anhaltende Wachstum dieser Autonutzungs- bzw. Unternehmensform wird sich mit Sicherheit auch in den nächsten Jahren – und nicht nur in Deutschland – fortsetzen. „Teile und herrsche? Gesellschaftliche Perspektiven des Carsharings“ weiterlesen

ABC des Marxismus X:
Wer war Che Guevara?

Für viele Linke ist Che, wie er meist genannt wird, ein Vorbild oder gar eine Ikone. Doch er steht für ganz unterschiedliche „Verdienste“: er war einer der Führer der Kubanischen Revolution, er war ein mutiger und selbstloser antiimperialistischer Kämpfer. Manche sehen ihn als Stalinisten, andere als „unbewußten Trotzkisten“. „ABC des Marxismus X:
Wer war Che Guevara?“
weiterlesen

ABC des Marxismus IX: Was ist Unterdrückung?

Die große Mehrheit der Menschheit wird unterdrückt. Frauen, Jugendliche, Schwarze, Lesben und Schwule, ethnische und religiöse Minderheiten, Oppositionelle – sie alle erleiden spezifische Formen von Unterdrückung. Aber die Werktätigen insgesamt (ArbeiterInnen, arme BäuerInnen usw.) werden ebenfalls unterdrückt. Unterdrückung bedeutet – ganz allgemein – die Verweigerung von Rechten und Möglichkeiten, die es gestatten, ein menschenwürdiges Leben zu führen. „ABC des Marxismus IX: Was ist Unterdrückung?“ weiterlesen