Mit Verboten gegen Erdogan?
Nationalisten machen mobil

Martin Suchanek

Mit freundlicher Genehmigung des Autors ĂŒbernommen von www.arbeitermacht.de

Immer bizarrer werde Erdogan, empört sich CDU-Vizevorsitzende Klöckner anlĂ€sslich von Erdogans jĂŒngsten verbalen Attacken auf EU-PolitikerInnen. Die deutsche Kanzlerin in die NĂ€he von Nazis zu stellen, gehöre sich schließlich nicht. Anders als die offenen RassistInnen und RechtspopulistInnen fordere sie schließlich keinen neuen „Kulturkampf“ gegen den Islam. „Mit Verboten gegen Erdogan?
Nationalisten machen mobil“
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ABC des Marxismus XI: Was ist die Guerillastrategie?

Das Wort „Guerilla“ ist die Verkleinerungsform des spanischen Wortes „Guerra“, der Krieg, und bedeutet so viel wie Kleinkrieg. Heute bezeichnet man damit meist den militĂ€rischen Kampf von nichtregulĂ€ren, aufstĂ€ndischen Einheiten gegen eine Besatzungsmacht oder gegen die Regierung. „ABC des Marxismus XI: Was ist die Guerillastrategie?“ weiterlesen

Teile und herrsche? Gesellschaftliche Perspektiven des Carsharings

Hanns Graaf

Sich die Benutzung eines PKWs zu teilen – das Carsharing – kommt immer mehr in Mode. Im Straßenbild keiner grĂ¶ĂŸeren Stadt fehlen die diversen Logos der inzwischen ĂŒber 150 Carsharing-Firmen. Lt. dem Bundesverband CarSharing e.V. (bcs) gab es 2015 ĂŒber 1.260.000 Kunden von Carsharing-Stationen – ein Zuwachs von 21% gegenĂŒber dem Vorjahr. Bei stationsunabhĂ€ngigen Angeboten gab es sogar eine Steigerung um 26%, ĂŒber 800.000 Menschen nutzten solche Angebote in insgesamt sieben GroßstĂ€dten. Derzeit gibt es 4.600 Carsharing-Stationen in 537 Orten in Deutschland mit ĂŒber 9.000 Fahrzeugen. Das seit nunmehr fast 30 Jahren anhaltende Wachstum dieser Autonutzungs- bzw. Unternehmensform wird sich mit Sicherheit auch in den nĂ€chsten Jahren – und nicht nur in Deutschland – fortsetzen. „Teile und herrsche? Gesellschaftliche Perspektiven des Carsharings“ weiterlesen

FundstĂŒck XXII

Wie die Gemeinden und die ĂŒbrigen Selbstverwaltungen sich unter der vollen Demokratie ihrer Aufgaben entledigen, wie weit sie diese Aufgaben sich stecken werden, das muss die Zukunft selbst lehren. Soviel aber ist klar: sie werden um so mehr und ungestĂŒmer experimentieren und daher um so grĂ¶ĂŸeren Fehlgriffen ausgesetzt sein, je plötzlicher sie in den Besitz ihrer Freiheit kommen, und sie werden um so umsichtiger und praktischer vorgehen und um so besser das Wohl der Allgemeinheit wahrnehmen, je mehr die Arbeiterdemokratie sich in der Schule der Selbstverwaltung geĂŒbt hat.

Eduard Bernstein

ABC des Marxismus X:
Wer war Che Guevara?

FĂŒr viele Linke ist Che, wie er meist genannt wird, ein Vorbild oder gar eine Ikone. Doch er steht fĂŒr ganz unterschiedliche „Verdienste“: er war einer der FĂŒhrer der Kubanischen Revolution, er war ein mutiger und selbstloser antiimperialistischer KĂ€mpfer. Manche sehen ihn als Stalinisten, andere als „unbewußten Trotzkisten“. „ABC des Marxismus X:
Wer war Che Guevara?“
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Selbstbild 1988

Hanns Graaf

Ich geh nicht mit den Moden,

Gleich, ob es euch geniert.

Ich trage lange Loden

Und bleibe unfrisiert.

 

Ein Tarnnetz dichter Haare

Verbirgt noch mein Genick.

SchĂŒtzt mich noch wieviel Jahre

Vor Sonnenbrand und Strick?

 

Zu knapp fĂŒr einen Weisen

Mein Bart, was ich gelebt.

Kaum Fluchten, selten Reisen.

Die Schuh noch nicht geklebt.

 

Die Lippen aufgerissen.

Was hab ich schon geschluckt!

Wie hat vom Schweigen mĂŒssen

Der Mund mir oft gezuckt.

 

Ich hasse dieses BĂŒcken,

Denn dabei rutscht mir schnell

Von meinem NasenrĂŒcken

Das Aussichtsglasgestell.

 

Trag schwarze AugenrÀnder,

Hab ich lang fern gesehn.

Ich dreh mich durch die Sender

Und kann die Welt nicht drehn.

 

Vom Zweifeln angeknittert,

Doch narbenfrei die Stirn.

Halb hoffend, halb verbittert,

So windet sich mein Hirn.

ABC des Marxismus IX: Was ist UnterdrĂŒckung?

Die große Mehrheit der Menschheit wird unterdrĂŒckt. Frauen, Jugendliche, Schwarze, Lesben und Schwule, ethnische und religiöse Minderheiten, Oppositionelle – sie alle erleiden spezifische Formen von UnterdrĂŒckung. Aber die WerktĂ€tigen insgesamt (ArbeiterInnen, arme BĂ€uerInnen usw.) werden ebenfalls unterdrĂŒckt. UnterdrĂŒckung bedeutet – ganz allgemein – die Verweigerung von Rechten und Möglichkeiten, die es gestatten, ein menschenwĂŒrdiges Leben zu fĂŒhren. „ABC des Marxismus IX: Was ist UnterdrĂŒckung?“ weiterlesen

FundstĂŒck XXI

Man kann schon jetzt mit Recht von der Partei Marx-Engels sagen, das sie weit ĂŒber allen Emigranten, Agitatoren und Zentralkomitees steht, weil sie unbestritten die grĂ¶ĂŸere Macht des Wissens und des Geistes fĂŒr sich hat. Marx selbst ist persönlich bekannt, und man weiß, dass er in seiner Zehspitze mehr geistigen Fonds als die ganze ĂŒbrige Gesellschaft in ihren Köpfen hat.

Berlins Polizeichef Hinckeldey, 1852

Der junge Marx

Eine Filmkritik

Hannes Hohn

FĂŒr MarxistInnen ist ein Film ĂŒber Marx ein Muss. Dabei ensteht die Spannung schon, bevor man den Film sieht, denn man fragt sich natĂŒrlich, welche Sicht auf Marx dort prĂ€sentiert wird. Gerade als Ostdeutscher hat man noch die diversen DDR-Filme ĂŒber die Großen der Arbeiterbewegung vor Augen, die meist mehr oder weniger unfreiwillig komisch wirkten und die Geschichte und ihre Akteure immer so darstellten, dass sie ins ideologische Raster des Stalinismus passten. In schlechter Erinnerung ist mir z.B. noch das Epos „ThĂ€lmann – Sohn seiner Eltern“ – Pardon: „ 
 seiner Klasse“. Doch um es gleich vorweg zu sagen: „Der junge Marx“ von Regisseur Raoul Peck hat mich nicht enttĂ€uscht – im Gegenteil. „Der junge Marx“ weiterlesen