Vorbemerkung: Diesen Beitrag übernehmen wir mit Dank vom Blog www.klimanachrichten.de vom 23.2.26. Redaktion Aufruhrgebiet.
Wer glaubt, abrupte Klimaänderungen seien eine Erfindung der Neuzeit, der sollte einen Blick in die jüngere Erdgeschichte werfen. Während der letzten Eiszeit erlebte unser Planet Temperaturschwankungen, die in ihrer Geschwindigkeit und Dramatik alles in den Schatten stellen, was wir heute beobachten. Die Rede ist von den sogenannten Dansgaard-Oeschger-Ereignissen – und eine Studie in Nature Geoscience (Markle et al. 2017) zeigt, wie global vernetzt diese Klimasprünge wirkten.
Was sind Dansgaard-Oeschger-Ereignisse?
In den grönländischen Eisbohrkernen verbirgt sich eine erstaunliche Geschichte. Während der letzten Eiszeit, also im Zeitraum von etwa 110.000 bis 12.000 Jahren vor heute, wechselte das Klima im Nordatlantikraum in rasanter Folge zwischen Warm- und Kaltphasen. Mindestens 25 solcher abrupten Erwärmungsereignisse haben Wissenschaftler identifiziert. Das Bemerkenswerte: Die Temperatur über Grönland konnte innerhalb weniger Jahrzehnte um bis zu 16,5 °C ansteigen. Wohlgemerkt: nicht über Jahrhunderte oder Jahrtausende, sondern innerhalb von Dekaden. Auf die rasche Erwärmung folgte dann eine langsame Abkühlung über Jahrhunderte bis Jahrtausende, bevor der nächste Zyklus einsetzte.
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