Alternative zu Staat und Kirche

Die Kinderladen-Bewegung

Hannes Hohn

In den spĂ€ten 1960er und frĂŒhen 1970er Jahren entstanden in der BRD und Berlin/West die ersten KinderlĂ€den. Das waren selbstverwaltete, sich als „alternativ“ verstehende Kindereinrichtungen fĂŒr Vorschulkinder. TrĂ€ger waren Elterninitiativen, die meist die Form von TrĂ€gervereinen annahmen. Betreut wurden etwa 10-20 Kinder, weit weniger als es damals in anderen Einrichtungen ĂŒblich war, die eher Aufbewahranstalten waren als pĂ€dagogische Einrichtungen. Als RĂ€umlichkeiten wurden anfangs oft LadenrĂ€ume genutzt, die leer standen, weil mit dem Aufkommen der großen SupermĂ€rkte viele kleine HĂ€ndler aufgeben mussten. Daher auch der Name „Kinderladen“. Dem gleichen Konzept entsprangen spĂ€ter SchĂŒlerlĂ€den, wo eine Hort- und Hausaufgabenbetreuung  stattfand. Manchmal entwickelten sich diese Einrichtungen zu grĂ¶ĂŸeren Jugend-, Freizeit- und Kultureinrichtungen. „Alternative zu Staat und Kirche“ weiterlesen