Marx und die Genossenschaften

Hanns Graaf

FĂĽr viele MarxistInnen gilt als ausgemacht, dass Genossenschaften u.ä. Formen gemeinschaftlichen Wirtschaftens nur Inseln im Meer des Kapitalismus sein können und fĂĽr den Klassenkampf und umso mehr fĂĽr die Revolution höchstens von marginaler Bedeutung sind, ja dem Ziel der revolutionären Ăśberwindung des Kapitalismus oft sogar entgegen stehen. Als BegrĂĽndung dieser Positionen berufen sie sich v.a. darauf, dass ihr Altmeister Marx postuliert hätte, dass innerhalb des Kapitalismus keine alternative kommunistische Produktionsweise errichtet werden könne. Das ist zweifellos auch richtig. Doch was besagt das hinsichtlich der Genossenschaften? Und: was war die Position von Marx zur Genossenschaftsfrage? „Marx und die Genossenschaften“ weiterlesen

Archiv des Marxismus: Alexandra Kollontai – Was bedeutet die „Arbeiter-Opposition“? (1921)

Vorwort der Redaktion

Alexandra Kollontais Text „Was bedeutet die ‚Arbeiter-Opposition‘?“ von 1921 sehen wir als wichtigen Beitrag fĂĽr das Verständnis der Oktoberrevolution, ihrer Probleme und ihrer letztlichen Degeneration zum Stalinismus und zum Staatskapitalismus an. Die „Arbeiteropposition“ (AO) um ihre wichtigste Protagonistin Alexandra Kollontai war bereits 1919 als innerparteiliche Opposition v.a. gegen die EinfĂĽhrung des „Kriegskommunismus“ entstanden. Auch wenn sie unserer Ansicht nach auch einige falsche Positionen vertrat, besteht ihr groĂźes Verdienst darin, dass sie zuerst und am nachdrĂĽcklichsten fĂĽr die Prinzipien einer echten Arbeiter-Räte-Demokratie eintrat und auf die Gefahr der Etablierung einer Herrschaft der BĂĽrokratie hinwies. „Archiv des Marxismus: Alexandra Kollontai – Was bedeutet die „Arbeiter-Opposition“? (1921)“ weiterlesen