Paul Pfundt
Am 5. Mai 26 gab der Weltklimarat (IPCC) eine Erklärung heraus, deren Bedeutung kaum überschätzt werden kann: das Klimaszenario RCP 8.5 wurde als „unwahrscheinlich“ eingestuft. Google Scholar verzeichnet fast 34.000 Artikel, die sich auf RCP 8.5 beziehen und von 2018-24 veröffentlicht worden waren. Auf diesem Szenario beruhen auch die meisten alarmistischen Berichte in Politik und Medien, die eine Erwärmung von 4-5 Grad bis 2100 voraussagen und daraus milliardenschwere Klimaschutzmaßnahmen ableiten. Bryan Walsh vom einflussreichen US-Sender Vox räumte nun ein, dass RCP 8.5 „eineinhalb Jahrzehnte des Klimajournalismus geprägt hat“. Der bekannte Klimaforscher Roger Pielke Jr. nannte das Ende von RCP 8.5 „die bedeutendste Entwicklung in der Klimaforschung seit Jahrzehnten“. Nun bestätigt sich also, dass die meisten Angst verbreitenden Schlagzeilen und Artikel zum Thema Klima der letzten Jahrzehnte falsch oder überzogen waren – das, was die Kritiker immer schon gesagt haben.
Das Szenario RCP 8.5
Das Problem ist aber nicht das Szenario RCP 8.5 selbst. Dieses diente nämlich „nur“ dazu, eine Klimaveränderung bzw. eine Erwärmung zu modellieren, die von extrem hohen – und praktisch unrealistischen CO2 -Emissionen ausgeht, die zu einem zusätzlichen Strahlungsantrieb von 8,5 Watt pro Quadratmeter führen würden. Dafür müsste die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre gegenüber heute um etwa das Dreifache steigen, was völlig irreal ist. Seit 1850, also in über 175 Jahren (!), hat sich diese nur um ca. 50% erhöht. Der globale Verbrauch von Primärenergie (also der Gesamtenergieverbrauch, nicht nur der von Strom) müsste sich ebenso verdreifachen und die Verwendung von Kohle sogar versechsfachen.
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