Wohnen und Sozialismus

Paul Pfund

Die Bewegung gegen die Wohnungsnot provoziert geradezu die Frage, wie „das Wohnen“ in einer anderen, kommunistischen Gesellschaft aussehen könnte. Dazu hier einige Überlegungen.

Im Kapitalismus dienen das Bauen, die Vermietung und der Verkauf von Immobilien dazu, Profit zu erwirtschaften. Die Befriedigung realer BedĂŒrfnisse ist dabei nur Mittel zum Zweck. Schon die Frage, was und wie gebaut wird, ist stark von den spezifisch kapitalistischen Strukturen und BedĂŒrfnissen bestimmt. So erfordert die umfangreiche BĂŒrokratie entsprechend viele BĂŒrogebĂ€ude, die Vielzahl von Privatunternehmen fĂŒhrt zu einer riesigen Zahl von Dependencen. Die in der Regel seht hohen Gewerbemieten sind in den Produktpreisen enthalten und werden also den KonsumentInnen ĂŒbergeholfen.

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Was tun gegen die Wohnungsnot?

Hanns Graaf

Wer hĂ€tte noch vor einigen Jahren gedacht, dass in Deutschland einmal 100.000e Wohnungen fehlen wĂŒrden – ĂŒber 70 Jahre nach dem letzten Krieg und bei fast gleicher Bevölkerungszahl? Und doch ist die Situation in vielen GroßstĂ€dten heute dramatisch. Es mangelt an Wohnungen, v.a. an billigen, die Mieten steigen und immer mehr Menschen können ihre Wohnung nicht mehr bezahlen oder finden keine bezahlbare. Die Schlangen bei einer Wohnungsbesichtigung etwa in Frankfurt/Main sind inzwischen lĂ€nger als die vor einem DDR-Konsumladen in Frankfurt/Oder, wenn es Bananen gab.

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Anmerkungen zum Programm der Gruppe ArbeiterInnenmacht

Hanns Graaf

Die Gruppe ArbeiterInnenmacht (GAM) gehört zu den wenigen radikal-linken Organisationen, die ĂŒber eine umfangreichere Programmatik verfĂŒgen. Auch ihr Aktionsprogramm hat sie immer wieder ĂŒberarbeitet und aktualisiert. Die neue Fassung wurde nun im Mai 2018 veröffentlicht (www.arbeiterinnenmacht.de). Die Kernelemente des Programms, insbes. der Forderungsteil, blieben ĂŒberwiegend gleich. Positiv an diesem Programm ist zunĂ€chst, dass nicht nur eine Analyse der Lage (international und national) erfolgt, sondern daraus auch konkrete Forderungen bzw. VorschlĂ€ge fĂŒr die Linke und die Arbeiterbewegung abgleitet werden. Insofern ist es tatsĂ€chlich eine Anweisung fĂŒr den Klassenkampf und nicht nur ein Kommentar. Methodisch beruht das Programm auf Trotzkis „Übergangsprogramm“.

Wir können vielen EinschĂ€tzungen und Forderungen durchaus zustimmen, wollen hier aber einige, aus unserer Sicht fehlerhafte, Aussagen kritisieren bzw. auf wichtige Aspekte hinweisen, die fehlen. „Anmerkungen zum Programm der Gruppe ArbeiterInnenmacht“ weiterlesen

Das Dilemma des Konkreten

Eine Kritik an den „Politischen GrundsĂ€tzen (FĂŒr den Kommunismus)“ der „Gruppe Internationale Kommunisten“ (GIS) (http://gis.blogsport.de/2013/12/23/fuer-den-kommunismus/)

Hanns Graaf

In diesem Text legt die GIS ihr grundsĂ€tzliches methodisch-programmatisches VerstĂ€ndnis von Kommunismus und Klassenkampf dar. Er enthĂ€lt ein klares Bekenntnis zum Kommunismus und zur revolutionĂ€ren Überwindung des Kapitalismus. Sein Hauptmangel ist das weitgehende UnverstĂ€ndnis dessen, was Klassenkampf ist und wie ein revolutionĂ€res Subjekt darin eingreifen und sich stĂ€rken kann. Insofern könnte „Das Ziel ist alles, der Weg ist nichts“ ein passender Slogan fĂŒr die GIS sein. Der recht umfangreiche Text kann hier nicht in GĂ€nze behandelt werden. Unsere Kritik beschrĂ€nkt sich daher auf einige zentrale Aussagen. „Das Dilemma des Konkreten“ weiterlesen

Storys statt Geschichte

Eine Rezension zu „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“

Hannes Hohn

Drei Jahrzehnte Antifaschismus in Ostdeutschland sind allemal ein Grund zum Bilanzieren. Dieser Aufgabe widmet sich das Buch „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“ (Verlag WestfĂ€lisches Dampfboot, ISBN 978-3-89691-102-5) auf 212 Seiten. Der (etwas eigenartige) Untertitel kĂŒndigt an, dass es um „Perspektiven auf eine eigenstĂ€ndige Bewegung“ geht – damit sind wohl Perspektiven einer oder fĂŒr eine eigenstĂ€ndige Bewegung gemeint. Das Buch enthĂ€lt 12 BeitrĂ€ge verschiedener AutorInnen, darunter auch der Herausgeber Christin JĂ€nicke und Benjamin Paul-Siewert. „Storys statt Geschichte“ weiterlesen

Wie weiter nach Hamburg?

Erfahrungen und Schlussfolgerungen aus den Anti-G20-Protesten

Redaktion von Aufruhrgebiet.de

Der G20-Gipfel war kein Erfolg fĂŒr die Herrschenden. Weder konnten sie darauf verweisen, dass durch sie die Welt verbessert noch Probleme minimiert hĂ€tten. Sie konnten auch kein konkretes Projekt dafĂŒr prĂ€sentieren. Ja, es gelang ihnen noch nicht einmal, wie mitunter bei Ă€hnlichen Events frĂŒherer Jahre, einen solchen Eindruck zu erwecken bzw. die Medien dazu zu bringen, diesen Eindruck der Öffentlichkeit zu vermitteln „Wie weiter nach Hamburg?“ weiterlesen

Kurioses zum Gipfel

Hanns Graaf

AnlĂ€sslich des G20-Gipfels in Hamburg veröffentlichte die Gruppe ArbeiterInnenmacht (GAM) eine BroschĂŒre unter dem Titel „Unite against G 20“. Der Untertitel betont: „Den Feind verstehen, um ihn zu bekĂ€mpfen“. (she. www.arbeiterinnenmacht.de) „Kurioses zum Gipfel“ weiterlesen

In eigener Sache

Liebe LeserInnen!

Der folgende Beitrag ist ein Text, der auch als Flyer verteilt wird, um die Seite Aufruhrgebiet.de und ihr Anliegen breiter bekannt zu machen. Dieser Beitrag wird hier einige Zeit oben „kleben“ bleiben.

Die Redaktion

Hallo,

Du kennst die Seite www.aufruhrgebiet.de wahrscheinlich noch nicht. Deshalb wollen wir Dir kurz vorstellen, was Aufruhrgebiet ist. „In eigener Sache“ weiterlesen

ABC des Marxismus XI: Was ist die Guerillastrategie?

Das Wort „Guerilla“ ist die Verkleinerungsform des spanischen Wortes „Guerra“, der Krieg, und bedeutet so viel wie Kleinkrieg. Heute bezeichnet man damit meist den militĂ€rischen Kampf von nichtregulĂ€ren, aufstĂ€ndischen Einheiten gegen eine Besatzungsmacht oder gegen die Regierung. „ABC des Marxismus XI: Was ist die Guerillastrategie?“ weiterlesen

Teile und herrsche? Gesellschaftliche Perspektiven des Carsharings

Hanns Graaf

Sich die Benutzung eines PKWs zu teilen – das Carsharing – kommt immer mehr in Mode. Im Straßenbild keiner grĂ¶ĂŸeren Stadt fehlen die diversen Logos der inzwischen ĂŒber 150 Carsharing-Firmen. Lt. dem Bundesverband CarSharing e.V. (bcs) gab es 2015 ĂŒber 1.260.000 Kunden von Carsharing-Stationen – ein Zuwachs von 21% gegenĂŒber dem Vorjahr. Bei stationsunabhĂ€ngigen Angeboten gab es sogar eine Steigerung um 26%, ĂŒber 800.000 Menschen nutzten solche Angebote in insgesamt sieben GroßstĂ€dten. Derzeit gibt es 4.600 Carsharing-Stationen in 537 Orten in Deutschland mit ĂŒber 9.000 Fahrzeugen. Das seit nunmehr fast 30 Jahren anhaltende Wachstum dieser Autonutzungs- bzw. Unternehmensform wird sich mit Sicherheit auch in den nĂ€chsten Jahren – und nicht nur in Deutschland – fortsetzen. „Teile und herrsche? Gesellschaftliche Perspektiven des Carsharings“ weiterlesen