ABC des Marxismus XIX: Wer war Leo Trotzki?

Leo Trotzki wurde 1879 in der Ukraine geboren. Eigentlich hieß er Lew Bronstein, aber wie viele russische RevolutionärInnen benutzte er ein Pseudonym. Seine jüdischen Eltern bewirtschafteten einen Bauernhof. Schon früh lernte er die Armut und Unterdrückung der Landbevölkerung sowie die Benachteiligung der Juden kennen. Bereits als 18jähriger Student wirkte er in geheimen revolutionären Zirkeln mit. Von da an verlief sein Leben wie ein Heldenepos. Trotzkis Leben und Schaffen war mit den großen und dramatischen Begebenheiten der ersten vier Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts verbunden. „ABC des Marxismus XIX: Wer war Leo Trotzki?“ weiterlesen

Storys statt Geschichte

Eine Rezension zu „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“

Hannes Hohn

Drei Jahrzehnte Antifaschismus in Ostdeutschland sind allemal ein Grund zum Bilanzieren. Dieser Aufgabe widmet sich das Buch „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“ (Verlag Westfälisches Dampfboot, ISBN 978-3-89691-102-5) auf 212 Seiten. Der (etwas eigenartige) Untertitel kündigt an, dass es um „Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung“ geht – damit sind wohl Perspektiven einer oder für eine eigenständige Bewegung gemeint. Das Buch enthält 12 Beiträge verschiedener AutorInnen, darunter auch der Herausgeber Christin Jänicke und Benjamin Paul-Siewert. „Storys statt Geschichte“ weiterlesen

Wie weiter nach Hamburg?

Erfahrungen und Schlussfolgerungen aus den Anti-G20-Protesten

Redaktion von Aufruhrgebiet.de

Der G20-Gipfel war kein Erfolg für die Herrschenden. Weder konnten sie darauf verweisen, dass durch sie die Welt verbessert noch Probleme minimiert hätten. Sie konnten auch kein konkretes Projekt dafür präsentieren. Ja, es gelang ihnen noch nicht einmal, wie mitunter bei ähnlichen Events früherer Jahre, einen solchen Eindruck zu erwecken bzw. die Medien dazu zu bringen, diesen Eindruck der Öffentlichkeit zu vermitteln „Wie weiter nach Hamburg?“ weiterlesen

Sonne, Wind und eine Milchmädchenrechnung

Kosten und Perspektiven der „Erneuerbaren“

Paul Pfund

Die Berliner Zeitung (BZ) bedient in ihrer Berichterstattung stets treu das Paradigma der Mensch-gemachten Klimakatastrophe und der darum notwendigen Energiewende (EW) mit der Ersetzung der fossilen Verbrennung durch die „erneuerbaren Energien“ (EE). „Sonne, Wind und eine Milchmädchenrechnung“ weiterlesen

Staatskapitalismus statt Sozialismus (Teil 1 von 2)

Ein Beitrag zur Konzeption einer nachkapitalistischen Wirtschaft

Hanns Graaf

Schon Anfang und Mitte der 1920er Jahre begann in der internationalen Linken eine Diskussion über den Klassencharakter der UdSSR. Mit dem Aufstieg Stalins und der Etablierung jener Strukturen, die wir heute „Stalinismus“ nennen, spitzte sich diese Diskussion noch zu. Die einen sahen die UdSSR als mehr oder weniger „sozialistisch“ an, andere, v.a. Trotzki, bezeichneten sie als „degenerierten Arbeiterstaat“, wieder andere, darunter z.B. RätekommunistInnen und AnarchistInnen, verstanden die UdSSR als Staatskapitalismus. Bis heute trennt die Frage der Charakterisierung der UdSSR und des „Ostblocks“ die Linke in gegensätzliche Lager. „Staatskapitalismus statt Sozialismus (Teil 1 von 2)“ weiterlesen

Kurioses zum Gipfel

Hanns Graaf

Anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg veröffentlichte die Gruppe ArbeiterInnenmacht (GAM) eine Broschüre unter dem Titel „Unite against G 20“. Der Untertitel betont: „Den Feind verstehen, um ihn zu bekämpfen“. (she. www.arbeiterinnenmacht.de) „Kurioses zum Gipfel“ weiterlesen

ABC des Marxismus XVIII: Was bedeutet Arbeitsteilung?

Die kapitalistische Ordnung weist eine spezifische Form von Arbeitsteilung auf, die alle Bereiche der Gesellschaft prägt. Diese Arbeitsteilung hat viele Facetten: die Teilung in Kopf- und Handarbeit, in „Anweisende“ und „Ausführende“, in Gelernte und Ungelernte, die Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau usw. „ABC des Marxismus XVIII: Was bedeutet Arbeitsteilung?“ weiterlesen

Fundstück XIX

Wer die Theorie und Praxis des Marxismus zwischen etwa 1917 und 1933 in der revolutionären Linken verfolgt und praktisch miterlebt hatte, musste feststellen, dass sie auf das Gebiet der objektiven Prozesse der Wirtschaft und auf die Staatspolitik eingeschränkt war, den sogenannten ´subjektiven Faktor´ der Geschichte aber, die Ideologie der Massen in ihrer Entwicklung und ihren Widersprüchen weder aufmerksam verfolgte noch erfasste; sie unterließ es vor allem, ihre eigene Methode des dialektischen Materialismus immer neu anzuwenden, immer lebendig zu erhalten, jede neue gesellschaftliche Erscheinung mit dieser Methode neu zu erfassen.

Wilhelm Reich: Die Massenpsychologie des Faschismus

Der „grüne Reformismus“: eine reaktionäre Utopie

Hannes Hohn

Seit den 1970er Jahren spielen Fragen der Ökologie eine wichtige Rolle: u.a. die Verschmutzung der Umwelt, die Ressourcenfrage, der Artenschwund, die Abholzung der Regenwälder, der Klimaschutz u.a.. Nicht nur im Massenbewusstsein und in den Medien, auch in der Politik, in der Wissenschaft und in der Wirtschaft wird die „Ökologie“ in Form von Gesetzen, Verordnungen und diversen Maßnahmen und Strukturen wirksam. Ein nicht unerheblicher Teil der Wirtschaft ist auf dem Gebiet der „Umwelt“ tätig bzw. unternimmt Anstrengungen, umweltfreundlich(er) zu produzieren. Die Maßnahmen der Energiewende sind mit milliardenschweren Investitionen und Subventionen verbunden. Zudem wechselwirken all diese Bereiche. Die Politik stützt sich auf bestimmte Sektoren der Wissenschaft, die wiederum mit staatlichen Strukturen, NGOs und Medien verbunden sind …

Wir wollen uns hier v.a. der Umweltbewegung in Deutschland zuwenden, die zwar wesentliche Gemeinsamkeiten mit ökologischen Bewegungen in anderen Ländern hat, aber auch einige Besonderheiten aufweist. „Der „grüne Reformismus“: eine reaktionäre Utopie“ weiterlesen