ABC des Marxismus XLIII: Was ist Vergesellschaftung?

Allgemein bedeutet Vergesellschaftung, dass die Verfügung über die Produktionsmittel (PM) und die Produktionsverhältnisse (PV) der Gesellschaft bzw. sozialen Kollektiven unterliegen und nicht besonderen minderheitlichen Gruppen, egal ob Gilden oder Ständen, Feudalherren, Kapitalisten, Rentiers, Aktionären oder dem Staat. Wie alle Klassengesellschaften beruht aber auch der Kapitalismus darauf, dass es herrschende Minderheiten gibt, welche die politische und staatliche Macht innehaben und damit über die PK und die PV bestimmen, um sich einen überproportionalen Anteil am gesellschaftlich erarbeiteten Reichtum zu sichern.

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ABC des Marxismus XLI: Was sind Produktivkräfte?

Unter „Produktivkräften“ (PK) versteht der Marxismus alle „Kräfte“, die etwas produzieren bzw. mit denen etwas produziert wird, die also am Prozess der Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur beteiligt sind. Im strengen Sinn zählt nur der materiell/geistig tätige Mensch als PK, da alle anderen PK – Technik, Organisation, Wissenschaft – letztlich nur Hervorbringungen des Menschen sind. Im weiteren Sinn können aber auch diese als „indirekte“ PK gelten. Im Kapitalismus ist das Proletariat die Hauptproduktivkraft, da es in den Industrieländern meist die Bevölkerungsmehrheit stellt und das Gros des globalen Reichtums erzeugt.

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