Revolution der Windenergie?

Paul Pfundt

Angesichts der anhaltenden – wenn auch unbegründeten – Ängste vor einer Klimakatastrophe und der gleichzeitig stärker in den Fokus rückenden Probleme der Windenergie gibt es verschiedene Ansätze, die Windenergie anders zu nutzen als durch die bekannten Windräder. Diese haben verschiedene Nachteile: Vernichtung von Flugtieren, Stroboskopeffekt (schnell wechselnder Schattenwurf), Infraschall, Verschandelung der Landschaft usw.
Der spanische Ingenieur David Yáñez hatte deshalb die Idee für eine andere Art „Windmaschine“, die aus Wind Strom erzeugt, und gründete dafür die Firma Vortex Bladeless. Die neuen Windanlagen haben kein Flügel mehr und es wird kein Generator mehr angetrieben, der den Strom erzeugt. Stattdessen ist der Turm so konstruiert, dass er sich im Wind verbiegt und schwingt. Der Strom wird mittels eines piezoelektrischen Effekts aus der oszillierenden Bewegung gewonnen.

„Revolution der Windenergie?“ weiterlesen

Verkohlung an der Elbe

Hanns Graaf

Eine Regelung des Gesetzes zum Kohleausstieg ist die Ausschreibung zur Stilllegung von Steinkohlekraftwerken, die ab 1. September gilt. Für die vorfristige Abschaltung von 4.000 Megawatt (MW) gibt es 2021 erste Entschädigungen vom Staat für die Betreiber: 165.000 Euro pro MW.

Für eine Abschaltung in Betracht kommt auch das Vattenfall-Kraftwerk in Hamburg-Moorburg. Die hochmoderne Anlage ist erst fünf Jahre alt. Erfolgte die Abschaltung von Moorburg mit seinen 1.640 MW installierter Leistung, gäbe es 270 Mill. Euro Entschädigung für Vattenfall. Der Fall Moorburg ist ein typisches Beispiel für die Energiewende (EW), die u.a damit verbunden ist, riesige Mengen konstanten Kapitals, das noch Jahre oder Jahrzehnte laufen könnte, zu vernichten, um Platz für die „Erneuerbaren Energien“ (EE) zu schaffen. Moorburg ist ein Musterbeispiel für die Idiotie der „grünen“ Energiepolitik, der inzwischen alle Parteien (außer der AfD) wie die Lemminge hinterherlaufen. Doch selbst wenn die falsche These von der CO2-getriebenen Klimakatastrophe stimmen sollte, wäre die EW die falsche Antwort, die kein Problem löst, aber viele neue schafft.

„Verkohlung an der Elbe“ weiterlesen

Die Stromlücke

Hanns Graaf / Paul Pfundt

Wenn wir uns den seit 20 Jahren anhaltenden Trend der Energiepolitik in Deutschland anschauen und in welche Richtung die aktuelle Politik weist, dann kann einem angst und bange werden. Denn uns droht eine Stromlücke, die Differenz zwischen der Menge erzeugten Stroms und dem Bedarf wird immer größer – ein Problem, das es so früher nicht gegeben hat.

„Die Stromlücke“ weiterlesen

Verwirrte bekehren Verwirrte

Wie „MarxistInnen“ in Fridays for Future intervenieren

Hanns Graaf

Fridays for Future (FFF) ist nicht von „MarxistInnen“ o.a. radikalen Linken initiiert worden (und natürlich auch nicht von Greta oder 14jährigen SchülerInnen), sondern von „älteren“ KlimaaktivistInnen aus dem „grünen“ Milieu (Grüne Partei, greenpreace u.a. NGOs, Unis usw.). Das ändert nichts daran, dass FFF sich als links versteht und viele Linke darin aktiv sind. Nachdem es die „radikale Linke“ wie fast immer verpasst hatte, eine eigene Initiative zu den Themen Klima und Energiewende (EW) zu starten (obwohl das ja für sie angeblich sooo wichtige Themen seien), versuchen linke Gruppen nun umso aktiver, Einfluss in FFF zu bekommen. Dieser Beitrag wendet sich daher der Frage zu, ob und wie eine solche Intervention aussehen sollte und zeigt an einem konkreten Beispiel, welche Fehler dabei unterlaufen können.

„Verwirrte bekehren Verwirrte“ weiterlesen

Neue Broschüre!

Broschüre "Die Energiewende"

Liebe LeserInnen,

Im Rahmen des Projekts „Aufruhrgebiet“ arbeitet der Verlag Aufruhrgebiet. Als zweite Print-Publikation erschien nun die Broschüre „Die Energiewende. Ausweg oder Sackgasse? Eine marxistische Analyse“ von Hanns Graaf mit einem Umfang von 56 Seiten mit farbigen Abbildungen.

Die Broschüre kann kann ab sofort auf Aufruhrgebiet.de bestellt werden!

Ihr Team vom Verlag Aufruhrgebiet

Freitags auf die Straße! Doch für welches Ziel?

Der folgende Text wurde als Flyer bei den Fridays-Demos verteilt.
Die Redaktion

Seit Wochen demonstrieren weltweit Millionen Jugendliche bei den Friday for Future-Demos (FfF) für mehr Klima- und Umweltschutz. Wir wollen hier einige zentrale Thesen der Bewegung hinterfragen. Wir begrüßen das Engagement von Jugendlichen für politische und gesellschaftliche Fragen. Ja, es wäre sehr wichtig, dass die SchülerInnen auch zu anderen Fragen, etwa zum Schulsystem, aktiv werden würden.

Wir wollen hier einige Positionen und Argumente, die auf den Friday-Demos vertreten werden, unter die Lupe nehmen.

„Freitags auf die Straße! Doch für welches Ziel?“ weiterlesen

Vorwärts, es geht zurück!

Die Energiewende im historischen Kontext

Hanns Graaf

Um aktuelle Entwicklungen, ob allgemein in der Gesellschaft oder im speziellen Bereich der Technik, beurteilen zu können, sollten wir sie in ihrem historischen Zusammenhang betrachten. Wir wollen dies hier für den Bereich der Energietechnik tun. Dies ist schon deshalb notwendig, weil derzeit speziell in Deutschland mit der Politik der „Energiewende“ (EW) etwa seit der Jahrhundertwende eine massive Umstrukturierung des Energiesektors vonstatten geht. Sie wurde insbesondere von der rot/grünen Schröder-Regierung vorangetrieben und von allen Folgeregierungen unter Merkel weitergeführt. Obwohl es Modifizierungen gab, die auch Ausdruck der zunehmenden Probleme mit der Ausweitung der „Erneuerbaren Energien“ (EE) sind, wurde der grundlegende Trend der EW beibehalten. „Vorwärts, es geht zurück!“ weiterlesen