Die große Überhitzung

Paul Pfundt

„Klimakritiker“ werden oft als Leute dargestellt, die den nun seit über 170 Jahren anhaltenden Temperaturanstieg leugnen und vor dem Blick auf ein Thermometer die Augen schließen. Das ist natürlich Unsinn. Auch die „Klimakritiker“ bestreiten nicht die globale Erwärmung, sie haben jedoch oft andere Einschätzungen dazu, was deren Ursachen sind, was deren Ausmaß ist, wie die Zukunft aussieht und was getan werden muss.

Aktuell wird immer öfter von Hitzerekorden und immer mehr Hitzetoten berichtet. Und natürlich sei all das Ausdruck der drohenden oder schon realen Klimakatastrophe. Die Berichterstattung folgt dabei meist demselben Muster: ein Temperaturrekord wird genannt, dramatische Bilder werden gezeigt – der übliche Schlagzeilen-“Journalismus“. Eine historische Einordnung einzelner Ereignisse erfolgt selten, eine naturwissenschaftliche Erklärung der Hitzeereignisse fehlt meist. Fast nie jedoch fehlt der Hinweis auf den gefährlichen Anstieg des CO2 -Levels als Ursache der Erwärmung. In diesem Beitrag wollen wir auf die Fakten und Ursachen „der Hitze“ eingehen.

Gemäß der Definition des Deutschen Wetterdienstes ist ein „Hitzetag“ ein Tag, an dem die Lufttemperatur mindestens 30°C erreicht. In Deutschland hat sich die Zahl solcher Hitzetage in den vergangenen Jahrzehnten erhöht. Aktuell rechnet man mit etwa 11-13 solcher Tage pro Jahr – was den Durchschnitt betrifft und regional höher oder niedriger ausfallen kann. Die folgende Grafik zeigt den Trend seit den 1950ern.

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K.o. für den Klimaalarmismus?

Paul Pfundt

Am 5. Mai 26 gab der Weltklimarat (IPCC) eine Erklärung heraus, deren Bedeutung kaum überschätzt werden kann: das Klimaszenario RCP 8.5 wurde als „unwahrscheinlich“ eingestuft. Google Scholar verzeichnet fast 34.000 Artikel, die sich auf RCP 8.5 beziehen und von 2018-24 veröffentlicht worden waren. Auf diesem Szenario beruhen auch die meisten alarmistischen Berichte in Politik und Medien, die eine Erwärmung von 4-5 Grad bis 2100 voraussagen und daraus milliardenschwere Klimaschutzmaßnahmen ableiten. Bryan Walsh vom einflussreichen US-Sender Vox räumte nun ein, dass RCP 8.5 „eineinhalb Jahrzehnte des Klimajournalismus geprägt hat“. Der bekannte Klimaforscher Roger Pielke Jr. nannte das Ende von RCP 8.5 „die bedeutendste Entwicklung in der Klimaforschung seit Jahrzehnten“. Nun bestätigt sich also, dass die meisten Angst verbreitenden Schlagzeilen und Artikel zum Thema Klima der letzten Jahrzehnte falsch oder überzogen waren – das, was die Kritiker immer schon gesagt haben.

Das Szenario RCP 8.5

Das Problem ist aber nicht das Szenario RCP 8.5 selbst. Dieses diente nämlich „nur“ dazu, eine Klimaveränderung bzw. eine Erwärmung zu modellieren, die von extrem hohen – und praktisch unrealistischen CO2 -Emissionen ausgeht, die zu einem zusätzlichen Strahlungsantrieb von 8,5 Watt pro Quadratmeter führen würden. Dafür müsste die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre gegenüber heute um etwa das Dreifache steigen, was völlig irreal ist. Seit 1850, also in über 175 Jahren (!), hat sich diese nur um ca. 50% erhöht. Der globale Verbrauch von Primärenergie (also der Gesamtenergieverbrauch, nicht nur der von Strom) müsste sich ebenso verdreifachen und die Verwendung von Kohle sogar versechsfachen.

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Als das Klima Achterbahn fuhr – Was uns die Dansgaard-Oeschger-Ereignisse über abrupten Klimawandel lehren

Vorbemerkung: Diesen Beitrag übernehmen wir mit Dank vom Blog www.klimanachrichten.de vom 23.2.26. Redaktion Aufruhrgebiet.

Wer glaubt, abrupte Klimaänderungen seien eine Erfindung der Neuzeit, der sollte einen Blick in die jüngere Erdgeschichte werfen. Während der letzten Eiszeit erlebte unser Planet Temperaturschwankungen, die in ihrer Geschwindigkeit und Dramatik alles in den Schatten stellen, was wir heute beobachten. Die Rede ist von den sogenannten Dansgaard-Oeschger-Ereignissen – und eine Studie in Nature Geoscience (Markle et al. 2017) zeigt, wie global vernetzt diese Klimasprünge wirkten.

Was sind Dansgaard-Oeschger-Ereignisse?

In den grönländischen Eisbohrkernen verbirgt sich eine erstaunliche Geschichte. Während der letzten Eiszeit, also im Zeitraum von etwa 110.000 bis 12.000 Jahren vor heute, wechselte das Klima im Nordatlantikraum in rasanter Folge zwischen Warm- und Kaltphasen. Mindestens 25 solcher abrupten Erwärmungsereignisse haben Wissenschaftler identifiziert. Das Bemerkenswerte: Die Temperatur über Grönland konnte innerhalb weniger Jahrzehnte um bis zu 16,5 °C ansteigen. Wohlgemerkt: nicht über Jahrhunderte oder Jahrtausende, sondern innerhalb von Dekaden. Auf die rasche Erwärmung folgte dann eine langsame Abkühlung über Jahrhunderte bis Jahrtausende, bevor der nächste Zyklus einsetzte.

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Ein energetischer Albtraum

Hanns Graaf

Wir wollen hier die „grünen“ energiepolitischen Pläne der „Energiewende“ (EW) einmal ernst nehmen und unterstellen dafür, dass die EW bereits vollständig vollzogen wäre – zumindest, was die Stromerzeugung betrifft. Dann käme fast der gesamte Strom aus Sonne und Wind, nur ein sehr kleiner Teil würde durch Wasserkraft (ca. 3%) und zu einem sehr geringen Teil aus der Verstromung von Biogas und aus anderen Quellen kommen. Gemäß dem Prinzip von Ockham, nur die wesentlichen Zusammenhänge zu betrachten und die unwichtigen (zunächst) aus der Betrachtung eines Problems herauszuhalten, unterstellen wir hier, dass der gesamte Strom nur aus Wind und Sonne erzeugt wird. Was würde das bedeuten?

1. Fall: Es weht genug Wind, aber es scheint keine Sonne (was relativ häufig der Fall ist). Dann ständen alle Solaranlagen unproduktiv herum. Es müssten so viele Windanlagen existieren, dass damit fast die gesamte Spitzenlast abgedeckt werden könnte. Da diese aber nur selten, zu bestimmten Tageszeiten während der Woche benötigt wird, wäre auch ein erheblicher Teil der Windanlagen „arbeitslos“. Der Überschussstrom könnte auch nicht in ausreichendem Umfang exportiert werden, denn wenn in Deutschland viel Wind weht, ist das aufgrund der Ausdehnung der Hoch- bzw. Tiefdruckgebiete meist auch in den Nachbarländern der Fall, zudem haben diese fast die gleichen Spitzenverbrauchszeiten.

2. Fall: Es scheint genug Sonne, aber es weht kein Wind. Dann gilt Fall 1, nur umgekehrt.

3. Fall: Es gibt genug Sonne und Wind. Viel Sonnen- und Windenergie bedeutet, dass in beiden Bereichen zu viel Strom erzeugt wird, für den es (momentan) keinen Bedarf gibt. Das ist tw. schon heute der Fall. Wenn weniger erzeugt wird (etwas Wind und etwas Sonne), nähern wir uns dem realen Bedarf an. Diese Situation wäre insofern ideal, weil es weder zu viel Erzeugerkapazität gäbe, noch zu wenig. Eine solche Lage ist aber nur selten gegeben.

4. Fall: Es gibt weder Sonne noch Wind, auch Dunkelflaute genannt. In diesem Fall könnte die Stromversorgung nicht gesichert werden, das Netz würde kollabieren und könnte auch nicht über Stromimporte betrieben werden. Eine Lösung böten nur Kraftwerke, die von den Launen der Natur unabhängig sind. Diese wurden aber bereits abgeschaltet (AKW), sollen abgeschaltet werden (Kohlekraftwerke) oder sind in viel zu geringer Zahl vorhanden (Wasserkraftwerke, Gaskraftwerke). Es muss also auf jeden Fall ein Back up-Reservekraftwerkspark geschaffen werden. Dieser soll lt. den Plänen des Bundes aus Gaskraftwerken bestehen. Dabei gibt es aber drei große Probleme: 1. gibt es sehr wenig Interesse von Investoren, diese zu bauen. Das liegt v.a. daran, dass die Gaskraftwerke nur ab und zu in Betrieb gehen und daher nicht wirtschaftlich betrieben werden können bzw. subventioniert werden müssen. 2. ist Strom aus Gas sehr teuer, umso mehr, da das billige russische Gas nicht mehr gewollt wird. 3. wird auch bei Gaskraftwerken CO2 frei, wenn auch weniger als bei der Kohleverstromung, so dass man so den Klimazielen nicht viel näher kommt.

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Berliner Menetekel

Berliner Menetekel

Paul Pfundt

Am 3. Januar brach in Teilen Berlins die Stromversorgung zusammen. Betroffen waren ca. 100.000 Menschen und über 2.000 Unternehmen. Die Behebung des Schadens ging dann für deutsche Verhältnisse relativ schnell, schon ab dem 7. Januar wurde die Stromversorgung nach und nach wieder hergestellt. Der Schaden am Leitungssystem war aufgrund der Komplexität der Technik, u.a. verschiedener Leitungsarten, die gekoppelt werden müssen, erheblicher Bodenaushubarbeiten und der Kälte schwierig. Nur aufgrund der großen Einsatzbereitschaft der Arbeiter vor Ort konnte das Problem relativ schnell behoben werden.

Die Ursache des Stromausfalls war ein Anschlag auf eine Hochspannungsleitung, die aufgrund einer Flussüberquerung an dieser Stelle überirdisch verläuft. Als Täter wird eine linksextremistische „Vulkangruppe“ vermutet, die – wie könnte es anders sein – mit Russland in Verbindung stehen soll. Beweise gibt es keine, doch frühere ähnliche Anschläge auf die Energieinfrastruktur und das klimaalarmistische Bekennerschreiben stützen die Vermutung von „linksextremen“ Tätern durchaus – wobei unter „linksextrem“ radikale Klimaaktivisten zu verstehen sind – ob diese überhaupt „links“ genannt werden können oder nur einfach verrückt, mag jeder selbst beurteilen. Es kann sich aber auch um eine bewusste Provokation des Staates handeln, um die linke Szene bzw. Russland in Misskredit zu bringen.

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Photovoltaik gegen Klimaerwärmung?

Paul Pfundt

Die Solartechnik gilt als zentrale Technologie im Kampf gegen die Klimaerwärmung. In diesem Beitrag wollen wir diese Behauptung hinterfragen.

Zunächst müssen wir zwischen zwei Techniken der Nutzung von Sonnenstrahlung unterscheiden: es gibt einerseits die Solarthermie, wo nur Wasser erwärmt wird, und andererseits die Solarzellen, die Strom erzeugen: die Photovoltaik. Wir betrachten hier nur die zweite Variante.

Photovoltaik-Anlagen wandeln aktuell 15-20% der Sonnenenergie in Strom um, der Rest wird zu Wärmeenergie. Letztere kann derzeit aber energetisch nicht genutzt werden. Bedenkt man, dass die Solarenergie die meiste Zeit des Jahres nicht oder nur sehr eingeschränkt verfügbar ist, verringert sich die Ausbeute an Strom im Jahresdurchschnitt dramatisch. Bei Nacht und bei bedecktem Himmel liegt die Ausbeute bei Null, im Winter ist sie selbst an Sonnentagen deutlich geringer als im Sommer. Diese natürlich bedingte Schwankung der Stromproduktion kann natürlich dadurch ausgeglichen werden, dass der „Überschuss-Strom“ im Sommer gespeichert wird, vorzugsweise in Batterien. Leider haben Batteriespeicher enorme Nachteile: sie sind teuer, haben eine begrenzte Nutzungsdauer, bei der Speicherung (physikalische Arbeit) geht Strom verloren und ihre Effizienz sinkt mit der Zeit. Darum ist die Nutzung der Sonnenenergie eben nicht kostenlos, sondern sogar besonders teuer, weil der technische Gesamtaufwand, um Solarstrom entsprechend unserem Bedarf nutzen zu können, sehr hoch ist – von anderen Problemen wie hoher Verbrauch von Flächen und Ressourcen, Entsorgung der tw. hochgiftigen Altmodule usw. ganz abgesehen.

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Wie grün ist die Wasserkraft?

Paul Pfundt

Die Stromgewinnung aus der kinetischen Energie des Wassers gilt als „erneuerbare Energie“, die dem Umwelt- und Klimaschutz nütze. Diese These wollen wir hier überprüfen.

Es gibt drei Arten von Wasserkraftwerken: 1. Kraftwerke mit Staumauer, 2. solche ohne Stauung an Fließgewässern und 3. Pumpspeicherkraftwerke. Während die ersten beiden Typen Strom erzeugen, ist das bei Pumpspeicheranlagen nicht der Fall: sie verbrauchen beim Hochpumpen des Wassers in das Oberbecken mehr Strom als beim Herunterfließen erzeugt wird. Der Energieverlust liegt bei 20-30%. Solche Anlagen können trotzdem sinnvoll sein, weil sie Reservestrom zur Abdeckung von Spitzenlasten oder bei Havarien liefern. Sie nutzen den in der Nacht erzeugten, aber nicht gebrauchten Strom. Dadurch sind insgesamt weniger Erzeugeranlagen nötig. Außerdem dienen Pumpspeicheranlagen oft auch dem Hochwasserschutz und der Trinkwasserversorgung.

Die Energiegewinnung aus fließendem Wasser wird schon sehr lange genutzt, z.B. bei Wassermühlen oder Pochwerken. Schon vor über 2.000 Jahren nutzten die Griechen Wasserräder, um Mehl zu mahlen, die Ägypter betrieben drei Jahrhunderte v.u.Z. archimedische Wasserschrauben zur Bewässerung. Im 17. Jahrhundert begann in Frankreich der Einsatz von Turbinen. 1849 baute der Ingenieur James Francis die erste moderne Wasserturbine, die „Francis-Turbine“, deren Wirkprinzip noch heute die am häufigsten genutzte Art von Wasserturbine ist.

Weltweit gibt es 60-70.000 größere Wasserkraftwerke mit einer Leistung von über 75 MW. In Europa werden über 20.000 Wasserkraftwerke betrieben. Pumpspeicherkraftwerke stellen etwa ein 1/7 der Gesamtkapazität. Wasserkraft ist derzeit die größte „erneuerbare“ Stromquelle mit ca. 15% Anteil an der Gesamtstromerzeugung – nicht zu verwechseln mit der Gesamtenergieerzeugung (Primärenergie), an der Strom nur etwa 25% Anteil hat.

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Nach der Dunkelflaute kommt die gefährlichere Hellbrise

Vorwort: Wir übernehmen hier mit Dank längere Passagen eines Artikels von Prof. Fritz Vahrenholt zur aktuellen Situation des Stromsektors von seinem Blog KlimaNachrichten. Redaktion Aufruhrgebiet

Im November und Dezember hat Deutschland die Erfahrung gemacht, was einem Stromversorgungssystem passiert, wenn es sich auf Solarstrom und Windenergie verlässt und regelbare Kohle- und Kernkraftwerke abstellt. Wenn die Sonne nicht scheint und der Wind ausbleibt und dadurch der Strom knapp wird, steigen die Preise exorbitant. Eine solche Dunkelflaute kann uns im Januar oder Februar noch einmal oder mehrfach erwischen.

Doch schlimmer als die Dunkelflaute ist die Hellbrise: Blauer Himmel, Sommermittagssonne und ein leichter Wind über Deutschland. Durch den Zubau an Photovoltaik in den letzten 2 Jahren um 30.000 MW ist die Kapazität des Solarstroms auf 96 000 MW angestiegen, ein Großteil davon nicht abstellbar. Was passiert, wenn der Strombedarf in Deutschland – etwa an einem Feiertag – deutlich kleiner ist, sagen wir 40.000 MW? Es droht der Zusammenbruch der Versorgung, weil die zu hohen Einspeisungen die Frequenz im Stromnetz über netzschädliche 50,2 Hz hinausschießen lässt. Aber Robert Habeck wollte diesen Wahnsinnsanstieg. Sein unreflektiertes Credo: „Wir brauchen mehr Tempo beim Ausbau der Solarenergie“ bringt uns schon in diesem Sommer in die Blackout-Zone.

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Eine neue Klimakrise

Paul Pfundt

Im Milieu der „grünen“ Klimakatastrophisten kriselt es. Diese Krise zeigt sich an verschiedenen Phänomenen:

  • Der Klimabewegung ist es trotz massiven Marketings durch Politik, Medien und sog. „Wissenschaft“ nicht gelungen, Massen zu mobilisieren, meist waren es nur Schüler, Studierende und grüne Lobbyisten. Fridays for Future (FfF) ist deutlich schwächer geworden, auch die pseudo-radikalen Aktionen der Klimakleber und Kartoffelsuppen-Werfer stießen bei der Bevölkerung überwiegend auf Ablehnung. Hauptgrund dafür ist, dass die Massen die negativen Folgen der Energiewende und die höheren Kosten zu tragen haben.
  • Die Behauptungen der Alarmisten, dass die seit 170 Jahren zu beobachtende mäßige Erwärmung (nur) katastrophale Folgen hätte, widersprechen zunehmend der Realität; die Katastrophen-Tendenz gibt es fast nur im Bereich der Medien (Extremwetter), in den realen Daten sind sie nicht erkennbar.
  • Obwohl seit über drei Jahrzehnten im Rahmen der Klimarettung weltweit zig Billionen für die Umrüstung des Strom- und Energiesystems, des Verkehrs usw. auf CO2-freie Techniken ausgegeben wurden, ist der globale Effekt verschwindend gering. Stattdessen ist die Energieversorgung teurer und unsicherer geworden.

Trotz der massiven Propaganda leidet die Klimahysterie und ihre praktische Folge, die Energiewende (EW), unter schwindender Akzeptanz, weil immer mehr Menschen merken, dass die Strom- und Heizkosten steigen und alle Bemühungen zur CO2-Reduktion durch die Entwicklungen in China und Indien zunichte gemacht werden. Auch die Unsinns-Politik von Habeck, hierzulande die Kernkraftwerke abzuschalten, um dafür Atomstrom aus Frankreich zu importieren, sorgt für Kopfschütteln. Durch die Unterminierung des Stromsystems kommen wir auch dem Blackout immer näher. Last but not least werden Wirtschaft und Arbeitsplätze durch die in Deutschland besonders hohen Energiekosten zerstört. Leider führen diese Einsichten aber v.a. dazu, dass die AfD mehr Unterstützung erfährt, weil sie tatsächlich die einzige Partei ist, welche die absurde und ruinöse Klimaschutzpolitik konsequent ablehnt.

Die Ideologie von der menschengemachten, CO2-getriebenen Klimakatastrophe beruht nicht nur auf unwissenschaftlichen Grundlagen, sie ist auch Ausdruck der „Übernahme“ der Klimawissenschaft durch „grüne“ Lobbyisten, bürgerliche Parteien, Staatsbeamte und Vertreter des Ökokapitals. Letztlich dient sie dazu, die Dekarbonisierung der Gesellschaft voranzutreiben, „grüne“ Investments (die „erneuerbaren Energien“, EE) zu fördern und „grünen“ Investoren gewaltige Profite staatlich zu garantieren, wie es z.B. durch die EEG-Regelungen geschieht. Der Ersatz alter, vorgeblich klimaschädlicher fossiler Techniken durch die „Erneuerbaren“ ist zudem ein riesiges Konjunkturprogramm. Als solches ist es auch Ausdruck der Verwertungskrise des Kapitalismus, der Überakkumulation von Kapital, das zu wenig lukrative Anlagemöglichkeiten findet. Da kommen die ideologisch motivierten und politisch erzwungenen Investitionen in Windräder, Solaranlagen, in Speicher, in Netze, in Hausdämmungen usw. gerade recht. Natürlich gibt es dabei auch Anwendungen, die durchaus Sinn machen, doch die EW insgesamt ist keinesfalls sinnvoll – selbst wenn es ein Klimaproblem gäbe.

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Fakes und Fakten – Anmerkungen zum Umweltteil des Programms der Gruppe ArbeiterInnenmacht

Hanns Graaf

Die Gruppe ArbeiterInnenmacht (GAM) ist eine jener Miniorganisationen, die sich immerhin dadurch positiv auszeichnen, dass sie Wert auf Programmatik legen und ihr Programm regelmäßig aktualisieren. Wir besprechen hier das 7. Kapitel des GAM-Programmes, das im Januar 2024 beschlossen wurde und sich mit der Umweltproblematik befasst (Link).

Gleich zu Beginn wird ein düsteres Bild der globalen Umwelt-Situation gemalt. „Die Beschleunigung der globalen Erwärmung, der Verlust an Biodiversität, die Entkopplung von Nährstoffkreisläufen, globale Landnutzungsänderungen und die Zunahme von anthropogenen Stoffeinträgen in die Umwelt stellen die Menschheit vor schwerste Herausforderungen. Gleichzeitig rückt der Zeitpunkt näher, ab dem das Überschreiten von „Kipppunkten“ im Weltklimasystem nicht mehr verhindert werden kann.“

Ist die ökologische Katastrophe unausweichlich?

Die meisten der genannten Probleme sind durchaus real. Trotzdem sind hier schon einige kritische Anmerkungen nötig: Es wird an keiner Stelle des Programms darauf eingegangen, dass in den letzten Jahrzehnten auch viele gesetzgeberische und technische Maßnahmen ergriffen wurden, um ökologische Probleme zu lösen oder zu minimieren, v.a. in den imperialistischen Ländern. Anders sieht es aber in der „3. Welt“ aus, wohin die Probleme der „1. Welt“ oft ausgelagert werden. Die GAM suggeriert, dass der Kapitalismus nicht in der Lage wäre, ökologische Probleme zu lösen, so dass der Weg in die Katastrophe unvermeidbar bzw. nur durch den Sozialismus zu verhindern wäre. Das liest sich dann so: „Weder Green Deal der EU noch „Fortschrittskoalition“ haben entscheidende Schritte im Kampf gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen getätigt.“ Als Begründung der im Kapitalismus systemisch angelegten Umwelt-Apokalypse heißt es: „Die Kapitalakkumulation drängt nach ständigem Wachstum zur Sicherung der Profite und damit zu Ressourcenverschwendung. (…) Bessere Umweltstandards, welche die Profite schmälern, sind da nachteilig. Diese Logik unterminiert jede „Ökologisierung“ der Marktwirtschaft.“

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