Ein stalinophiler Ausrutscher?

Zu einem Artikel der Gruppe Arbeitermacht

Hanns Graaf

Der Trotzkismus kann für sich in Anspruch nehmen, gegen den Stalinismus gekämpft und dessen unterdrückerische, reaktionäre und konterrevolutionäre Rolle entlarvt zu haben. Das ist unbestreitbar, auch wenn man nicht allen seinen Analysen zustimmen mag. Umso verwunderlicher ist es daher, wenn eine trotzkistische Gruppe Leuten eine Plattform gibt, die offen eine Relativierung und Beschönigung des Stalinismus betreiben. „Ein stalinophiler Ausrutscher?“ weiterlesen

Katastrophismus statt Analyse

Eine Kritik am „Revolutionär-Kommunistischen Manifest“ der RCIT

Hanns Graaf

Die Revolutionär-Kommunistische Internationale Tendenz (RCIT), eine vor einigen Jahren aus der Liga für die Fünfte Internationale (LFI) nach der Spaltung deren österreichischer Sektion entstandene trotzkistische Organisation, geht in ihrem Grundsatzprogramm, dem „Revolutionär-Kommunistischen Manifest“ auch auf die angeblich drohende Klimakatastrophe ein. Wir wollen hier auf diesen Teil des RCIT-Manifests eingehen. „Katastrophismus statt Analyse“ weiterlesen

Aufbruch ins Nichts

Eine Kritik am Offenen Brief der RCIT

Hannes Hohn

Am 9.1.2017 veröffentlichte die „Revolutionär-Kommunistische Internationale Tendenz“ (RCIT) einen Offenen Brief an alle wirklichen Revolutionäre. (….) Darin werden diese aufgefordert, sich zu vereinen, damit wir den Aufbau einer Führung für den Kampf gegen die reaktionäre Offensive der herrschenden Klasse vorantreiben können. Aus Anlaß des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution soll eine internationale Konferenzorganisiert werden, welche die Grundlage für die gemeinsame kollektive Arbeit zur Bildung einer Revolutionären Weltpartei legen soll. Das Zusammenkommen für eine solche gemeinsame Initiative zur internationalen Organisierung von Revolutionären ist nur auf der Grundlage einer Einigung über die wichtigsten politischen Fragen des gegenwärtigen weltweiten Klassenkampfes möglich. „Aufbruch ins Nichts“ weiterlesen

Alternative zu Staat und Kirche

Die Kinderladen-Bewegung

Hannes Hohn

In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren entstanden in der BRD und Berlin/West die ersten Kinderläden. Das waren selbstverwaltete, sich als „alternativ“ verstehende Kindereinrichtungen für Vorschulkinder. Träger waren Elterninitiativen, die meist die Form von Trägervereinen annahmen. Betreut wurden etwa 10-20 Kinder, weit weniger als es damals in anderen Einrichtungen üblich war, die eher Aufbewahranstalten waren als pädagogische Einrichtungen. Als Räumlichkeiten wurden anfangs oft Ladenräume genutzt, die leer standen, weil mit dem Aufkommen der großen Supermärkte viele kleine Händler aufgeben mussten. Daher auch der Name „Kinderladen“. Dem gleichen Konzept entsprangen später Schülerläden, wo eine Hort- und Hausaufgabenbetreuung  stattfand. Manchmal entwickelten sich diese Einrichtungen zu größeren Jugend-, Freizeit- und Kultureinrichtungen. „Alternative zu Staat und Kirche“ weiterlesen

Ein Urteil und viele Fehlurteile

Zum Entscheid des BVerfG über die Schadenersatzklage der Energiekonzerne

Hanns Graaf

Am 6.12.16 urteilte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe über eine Klage der Energiekonzerne RWE und En.BW. Darin fordern diese Schadenersatz in Höhe von 19 Milliarden Euro für ihnen entgangene Erlöse aufgrund des 2011 von der Bundesregierung kurzfristig beschlossenen beschleunigten Atomaustiegs nach dem Unglück von Fukushima. „Ein Urteil und viele Fehlurteile“ weiterlesen

ABC des Marxismus Teil VI: Was ist Judenunterdrückung?

Judenunterdrückung und -vernichtung haben im 20. Jh. grausame Formen angenommen. Judenverfolgungen gab es aber schon viel früher und leider wird es sie noch so lange geben, wie es Kapitalismus gibt. „ABC des Marxismus Teil VI: Was ist Judenunterdrückung?“ weiterlesen

Thesen zur Energiewende

Die Energiewende eine reaktionäre Utopie

Hanns Graaf

1. Die unter dem Motto „Energiewende“ (EW) stattfindende Umstrukturierung des Energiesektors in Deutschland und wenigen anderen Ländern begann in den 1990ern. Ihr Ziel ist die Ersetzung der Energieerzeugung aus fossilen Quellen, v.a. der Kohleverstromung, sowie der Kernkraft durch  „erneuerbare Energien“ (EE) v.a. aus Wind, Sonne und Biomasse. Niemand bezweifelt, dass das Energiesystem immer weiter verbessert werden muss – angezweifelt werden muss aber die konkrete Politik der EW, ihre Mittel, Methoden und Ziele. „Thesen zur Energiewende“ weiterlesen

Faktenresistenz als Methode

Hanns Graaf

Die Gruppe Arbeitermacht (GAM) veröffentlichte am 16.11.16 auf ihrer Homepage (www.arbeitermacht.de) einen Artikel zum Klimagipfel COP 22 in Marrakesch („Taktieren im Angesicht der Katastrophe“). Wir wollen im Folgenden auf die Argumente und Positionen der GAM eingehen, weil in ihnen zentrale Ansichten auftauchen, die sehr häufig in der linken Szene vertreten werden. „Faktenresistenz als Methode“ weiterlesen

Die MLPD und die „Klimaskeptiker“

Hannes Hohn

Recherchen auf linken Websites zum Thema Klima und Energie bringen wenig bis nichts Substanzielles, nur Meinungen, kaum Fakten oder gar wissenschaftliche Darlegungen. Auf der Homepage der Marxistisch-leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) ist es genauso, doch immerhin kann man diesen Vorkämpfern für den „echten Sozialismus“ in den Fußstapfen Stalins eine gewisse Begabung für unfreiwillige Komik nicht absprechen. „Die MLPD und die „Klimaskeptiker““ weiterlesen

SAV und IPCC

Hanns Graaf

Auf der Homepage der Sozialistischen Alternative Voran (SAV) steht der Artikel „Die Zeit wird knapp“ vom 6. Mai 2014. Darin behandeln die Autoren Pascal Backes und Christian Walter u.a. den jüngsten Bericht des IPCC (AR 5). Wir beschäftigen uns mit diesem Artikel nicht, weil dieser eine besondere Qualität hätte, sondern weil er durchaus typisch für viele linke Beiträge zum Klima ist. „SAV und IPCC“ weiterlesen